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Weßling:Neue Heimat für Insekten

Gemeinde will Ökosystem an abgebrochener Eiche schützen

Ein kleines Eichenwäldchen im Bereich "an der breiten Eiche" wünscht sich der Weßlinger Umweltausschuss. Vor drei Jahren ist die stattliche alte Eiche dort abgebrochen. Der Rest des Baumes und die dicken Stämme am Boden verwittern allmählich. Durch das Totholz ist ein kleines Ökosystem inmitten von Wiesen entstanden. Hier haben der geschützte Hirschkäfer, aber auch viele andere Insekten und Vögel eine neue Heimat gefunden. Neben dem abgestorbenen Baum wachsen vier Jungbäume. "Die hat Altbürgermeister Michael Muther für seine Kinder vor 25 Jahren gepflanzt", erklärte Bürgermeister Michael Sturm. Das Ökosystem soll jetzt geschützt werden. "Der Baumstumpf ist unglaublich wertvoll", betonte Peter Weiß (FW), der in dem Bereich auch Eichenschösslinge entdeckt hat. Die Wiese gehört der Pfarrpfründe Weßling. Die Gemeinde will jetzt mir ihr über den Schutz des Ökosystems sprechen. Die Kommune könnte sich vorstellen, das Grundstück zu pachten. Weiß regte an, Patenschaften zu verteilen und den Bund Naturschutz mit ins Boot zu holen. Die Pfleger könnten auch das sich stark vermehrende Springkraut entfernen, empfahl Landwirt Anton Wunderl (FW). Skeptisch war das Gremium über den Vorschlag mit Holzpfählen die Naturinsel vor dem Rasenmäher zu schützen. Laut Tischvorlage sei zu erkennen, dass der Bauer, der die Wiese mähe, einen großen Abstand um das Biotop gelassen habe, sagte Helmut Böhm (Grüne).

© SZ vom 08.04.2021 / pat
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