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Weßling:Kinderbetreuung wird aufgestockt

Nach dem Schrecken im vergangenen Jahr, als etwa 25 Kinder in Weßling auf der Warteliste für einen Kindergartenplatz standen, musste die Gemeinde eingestehen, zu wenig für die Betreuung getan zu haben. Nur mit größten Kraftanstrengungen war es damals gelungen, die nötigen Plätze doch noch bereitzustellen. In diesem Jahr können die Weßlinger Familien aufatmen. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung verschiedene Ausbaumaßnahmen angeschoben. "Die Plätze reichen, aber wir haben keine Reserven", sagte der scheidende Bürgermeister Michael Muther. Wegen der Coronavirus-Pandemie war die Sitzung im Freizeitheim in Hochstadt und nicht im engen Saal des Rathauses anberaumt worden. Elf von 20 Gemeinderäten kamen.

Bis zum Herbst rechnet Muther mit einem weiteren Zuzug. Innerhalb der Gemeinde werde viel verdichtet und es wurden etliche Bauanträge genehmigt. In die neuen Wohnungen werden sicherlich etliche Familien mit Kindern einziehen, prognostizierte er. Deswegen soll bis zum Herbst noch eine Krippengruppe mit zwölf Plätzen und eine Kindergartengruppe mit 25 Plätzen eingerichtet werden.

Der Gemeinderat stimmte zu, dass für die nächsten zwei Jahre ein Klassenzimmer im Erdgeschoss der Weßlinger Schule als Kindergarten dienen soll. Dazu kann der Theaterraum der Schule als Bewegungsraum genutzt werden. Bereits beschlossen hatte der Gemeinderat eine Krippe im alten Feuerwehrhaus an der Grundschule in Weßling einzurichten. Hier werden in etwa zwei bis drei Jahren, wenn die neue Grundschule fertig ist, zwei weitere Klassenräume, ein Differenzierungsraum sowie die dazugehörigen Toiletten frei.

Mittelfristig soll ein Container für eine dreigruppige Kita aufgestellt werden. Für den Standort gibt es drei Alternativen: Neben dem Pausenhof der Grundschule in Oberpfaffenhofen, auf dem Grundstück der Kita "Kleine Strolche" gegenüber der Grundschule oder am Kesselboden. Bei den beiden ersten Standorten könnte sofort gebaut werden, beim letzten müsste noch mit dem Landratsamt besprochen werden, ob ein Bebauungsplan nötig wäre. Außerdem wird es noch einen weiteren Waldkindergarten geben. Mit diesen Plätzen hofft die Gemeinde, für weitere Kinder gerüstet zu sein. Bleibt ein Problem: "Wo sollen wir das geeignete Personal hernehmen?", fragte Muther.

© SZ vom 31.03.2020

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