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Weßling:Alles in einem Haus

Weßling: Spatensstich Grundschule

Symbolischer Baubeginn: Vertreter des Planungsbüros, der Schule und der Gemeinde Weßling beim Schaufeln.

(Foto: Nila Thiel)

Spatenstich für die 15 Millionen Euro teure Schule

Von Patrizia Steipe, Weßling

Es ist das größte Bauvorhaben in der Geschichte der Gemeinde. Für rund 15 Millionen Euro errichtet Weßling ein neues Schulhaus. Vertreter der Schule, der Gemeinde und der Planer trafen sich nun zum symbolischen Spatenstich auf dem Baufeld neben der Sporthalle am Steinebacher Weg. "Wir freuen uns, dass unsere Schule auf Rädern ein Ende bekommt", meinte Schulleiterin Maria Streifinger. Derzeit ist die Grundschule auf zwei Standorte am Georg-Schmid-Weg in Oberpfaffenhofen und an der Schulstraße in Weßling verteilt. Schüler und Lehrer müssen zum Sportunterricht, zu Förderstunden, Schulveranstaltungen oder zur Mittagsbetreuung hin und her fahren. "Wenn alle in einem Haus sind, können die Ressourcen besser genutzt werden", hofft Streifinger.

Das Architekturbüro Hess/Talhof/Kusmierz wurde nach einem Auswahlverfahren mit dem Bau beauftragt. Auf der Baustelle sind bereits Maschinen im Einsatz. Der Humus ist abgetragen, die die Grube für den Versorgungstunnel wurde ausgehoben. Die neue Schule wird mit viel Holz errichtet, das soll an die alten Bauernhöfe erinnern, die früher entlang der Hauptstraße standen, und an den Pfarrstadl. Insgesamt wird die dreizügige Schule in zwölf Klassenzimmern Platz für 300 Schüler bieten. Sie könnte sogar noch erweitert werden.

Die Klassenräume liegen im ersten Stock, sie sind auf einen Unterricht in "Lernhäusern" ausgerichtet. Dabei werden die Klassen zu Einheiten zusammengefasst, die Klassenräume gruppieren sich um multifunktionale "Marktplätze". Im Erdgeschoss liegen Musik- und Theaterraum sowie die Mensa für die Ganztagsschüler. Stolz ist Bürgermeister Michael Sturm, dass die Klassenzimmer größer sein werden als die Norm (65 Quadratmetern Fläche). Es gibt sogar vier XL-Klassen mit 75 Quadratmetern. Der zusätzliche Platz wird nicht gefördert, sondern von der Gemeinde finanziert. Im Sommer 2023 soll die Schule fertig sein.

Bis 1846 hatte es in Weßling eine gemeinsame Schule gegeben. Danach gingen die Kinder in drei Dorfschulen nach Weßling, Oberpfaffenhofen und Hochstadt. 1939 gab es erste Anläufe, die Schulen zu vereinigen, nach der Gebietsreform 1976 scheiterte ein Vorhaben am Stocket, ein Gemeindezentrum mit Schule zu bauen. Ein Bürgerentscheid 1998 setzte sich dagegen erfolgreich für drei Schulstandorte ein. Erst 2006 beschloss der Gemeinderat die "Einhäusigkeit".

© SZ vom 12.04.2021
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