bedeckt München 23°
vgwortpixel

Weihnachtsgrüße an die Lieben:Überfüllte Packstationen

DHL-Kunden stehen im Paketzentrum Schlange, in den Logistikzentren kommt es zu Engpässen.

Es wäre so praktisch gewesen: Schnell noch ein Weihnachtsgeschenk im Internet bestellen, es sich an seine Packstation schicken lassen und die Sendung gemütlich nach der Arbeit abholen. Das haben sich auch viele Münchner gedacht - und wurden enttäuscht. In der vergangenen Woche erhielten nicht wenige DHL-Kunden eine SMS: Packstation voll, Sendung bitte in der Arnulfstraße abholen. "Wir verstehen den Ärger der Kunden", sagt DHL-Pressesprecher Dieter Nawrath. Doch er bittet um Nachsicht. Schließlich sei die vergangene Woche anders gewesen als sonst. In der Vorweihnachtszeit würden doppelt so viele Pakete verschickt - bis zum Heiligen Abend könnten es täglich bis zu sechs Millionen deutschlandweit sein. Da komme es auch zu Engpässen in den 72 Packstationen Münchens, sagt Nawrath. Dennoch wolle DHL bestehende Standorte erweitern und neue schaffen. "Es ist nicht so einfach, in der Stadt entsprechende Lagen zu bekommen", sagt der Pressesprecher.

Starnberg Weihnachtspakete werden beim Starnberger Postamt an der Rheinlandstraße verladen.

(Foto: STA)

In der vergangenen Woche sei noch ein anderes "Problem" aufgetreten. Zwischen Postbank und Gewerkschaft liefen Tarifverhandlungen. "Es hätte zum Streik kommen können", so Nawrath. Alle Filialen, in denen es eine Postbank gibt, wären dann geschlossen gewesen. Vorsichtshalber habe DHL daher die Sendungen in die Arnulfstraße geschickt, die keinen Platz mehr fanden in der Empfänger-Packstation. Damit die Kunden eben nicht vor verschlossenen Türen stünden. Die Parteien einigten sich, der Streik entfiel. Im Landkreis Starnberg kommen die Päckchen noch ordentlich an, so der Postsprecher. Sollten in den nächsten Wochen die Packstationen überfüllt sein, würden Kunden per SMS darüber informiert, an welcher Packstation beziehungsweise Postfiliale sie ihre Päckchen abholen können.