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Wangen:Pferdestall brennt nieder

Drei Tiere werden noch in Sicherheit gebracht, die Kripo ermittelt wegen Brandstiftung

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Ein Großfeuer hat am Sonntag einen Pferdestall im Starnberger Ortsteil Wangen zerstört. Rund 85 Feuerwehrleute waren bis zum frühen Abend im Einsatz, um den Brand zu löschen. Ein Passant hatte geistesgegenwärtig noch drei Pferde befreien können; die Tiere blieben allesamt unverletzt. Doch der Schuppen brannte bis auf die Grundmauern nieder. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck ermittelt; Brandstiftung kann als Ursache für das Feuer nicht ausgeschlossen werden, hieß es. Verletzte gab es keine, der Sachschaden wird auf rund 100 000 Euro geschätzt.

Die Einsatzkräfte waren am Sonntagnachmittag gegen 16.45 Uhr alarmiert worden. Feuerwehren aus Wangen, Percha, Leutstetten, Starnberg, Pöcking und Hohenschäftlarn rückten aus, um den Stadel in Wangen zu löschen. In der etwa 150 Quadratmeter großen Scheune befanden sich neben den drei Pferden, die rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden konnten, mehr als 200 Heu- und Strohballen, die aus bisher ungeklärter Ursache in Brand geraten waren. Als die Feuerwehren eintrafen, war es aber für eine Rettungsaktion bereits zu spät: Weithin sichtbar schlugen die Flammen aus dem Dach des Pferdestalls nördlich von Wangen.

Die Löschmannschaften beschränkten sich darauf, das Feuer unter Kontrolle zu halten. Mittels eines Traktors mit Teleskop-Greifer wurden die brennenden Strohballen aus dem Stadl geschafft und außerhalb des Gebäudes abgelöscht. Aufgrund der starken Rauchentwicklung konnten die Einsatzkräfte ihre Arbeit teilweise nur mit Atemschutzgerät verrichten. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde zur Ausleuchtung der Einsatzstelle auch die Feuerwehr Machtlfing, die über einen Lichtmasten verfügt, alarmiert.

Unklar ist bislang, wie das Feuer im Pferdestall - eine holzverkleidete Stahlkonstruktion - ausbrechen konnte, zumal das Gebäude über keinen elektrischen Anschluss verfügt. Neben 85 Feuerwehrlern waren neun Personen des Rettungsdienstes im Einsatz, teilte Pressesprecher Anton Graf von der Kreisbrandinspektion Starnberg mit. Die Kripo Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen aufgenommen. Unklar ist, wann es erste Ergebnisse gibt.

© SZ vom 24.12.2013
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