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Virus-Ausbruch:Erneut Corona-Tote in Herrschinger Klinik

Eine mit dem Coronavirus infizierte Patientin aus dem Landkreis Starnberg ist am Mittwochabend in der Herrschinger Schindlbeck-Klinik gestorben. Die Frau war Ende 70 und lag im Palliativbereich, sagte ein Kliniksprecher. Das Krankenhaus hat seit zwei Wochen mit einem Coronavirus-Ausbruch zu kämpfen, insgesamt sind neun Patienten "mit" oder "an" Covid-19 gestorben, wie die Klinik unterscheidet. Am Donnerstag wurde auf der Station erneut ein Patient positiv getestet, womit dort aktuell 17 Covid-19-Patienten behandelt werden, einer davon beatmet auf der Intensivstation. 16 dieser Patienten waren nach Auskunft der Klinik bei ihrer Aufnahme negativ auf das Coronavirus getestet worden und erst während des Aufenthalts positiv, auch der Intensivpatient.

Auch unter den Mitarbeitern gab es am Donnerstag einen neuen Fall, womit nun 46 infiziert sind. In der kommenden Woche sollen die ersten vier Mitarbeiter wieder in den Dienst zurückkehren. Laut Klinik ist der Gesundheitszustand der Mitarbeiter "gut", auch der Zustand der Covid-19-Patienten "verbessert sich zusehends". Einer wurde am Donnerstag entlassen. Bei den schwer kranken Patienten lägen indes unterschiedlich schwere Krankheitszustände vor. Ohne Covid-19 waren am Donnerstag nur noch sechs Patienten in der Klinik.

Der Inzidenzwert für den Landkreis fiel am Donnerstag auf 188. Das Landratsamt registrierte 34 Neuinfektionen. Im BRK-Pflegeheim in Garatshausen gibt es zusätzlich zu den drei bekannten einen neuen Fall. In der Gilchinger Arnoldus-Grundschule muss eine dritte Klasse in Quarantäne, in Inning ein Kurs der Montessorischule.

© SZ vom 18.12.2020 / frie
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