bedeckt München 21°

Vertragsabschluss:Tourist-Info in neuer Hand

Der Übernahmevertrag ist unterzeichnet: Bürgermeister Herbert Kirsch und der Geschäftsführer der GWT Starnberg, Christoph Winkelkötter.

(Foto: Arlet Ulfers)

Starnberger übernehmen Dießener Servicebüro

Zwei Unterschriften, und die Sache ist perfekt. Dießens Bürgermeister Herbert Kirsch freut sich sichtlich über den Vertrag, den er mit GWT-Geschäftsführer Christoph Winkelkötter geschlossen hat. "Für die Gemeinde ist das eine tolle Sache", sagte er.

Denn die Dießener Tourist-Information wird von Januar 2020 an durch die Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung (GWT) geführt. Bislang hatte die Kommune für die Gästeberatung dem örtlichen Fremdenverkehrs- und Verschönerungsverein jährlich etwa 30 000 Euro für Sach- und Personalkosten gezahlt. Doch die vier geringfügig Beschäftigten waren mit den vielfältigen Aufgaben von der Zimmervermittlung bis zum Ticketverkauf zunehmend überfordert, auch ihre EDV war modernisierungsbedürftig. "Wir waren an einem Punkt angelangt, an dem wir den Bedürfnissen der Gäste nicht mehr entsprechen konnten", so die Vorsitzende der Tourist-Info, Ulrike Hawel. Die GWT wird künftig die Leistungen des Vereins übernehmen und um einige neue Leistungen erweitern. Mitunter sollen kundenfreundlichere Öffnungszeiten und attraktive Zusatzangebote wie etwa der Verkauf von Münchentickets die Frequenz in der Tourist-Info erhöhen. Und mit einem aktualisierten Onlineauftritt und der Aufnahme Dießener Herbergen ins Gastgeberverzeichnis der GWT will man den Buchungsvorgang von Unterkünften vereinfachen. Einen ganz entscheidenden Vorteil wird dabei das elektronische Buchungssystem der GWT bringen, die auch mit größeren Hotelvermittlungsportalen zusammenarbeitet. Dießener Vermietern, die sich hier anschließen wollen, gewähren die Starnberger im ersten Jahr 20 Prozent Rabatt. Für die Leistungen wird sie Dießen künftig 40 000 Euro im Jahr in Rechnung stellen - gleichzeitig aber auch 7 500 Euro für die Büromiete zahlen. Das bisher beschäftigte Personal rund um Ulrike Hawel wird komplett übernommen.

Obwohl die Gemeinde am Ammersee eigentlich im Nachbarlandkreis Landsberg am Lech und somit außerhalb des Zuständigkeitsbereichs seines Tourismusverbands liegt, gehöre sie jedoch "auch zur Region Starnberg-Ammersee", so Winkelkötter. Dass wir nun am Westufer des Ammersees eine Touristinformation übernehmen können, freut uns deshalb sehr", so der GWT-Geschäftsführer. Im Sinne einer einheitlichen Vermarktung der Tourismusregion Starnberg-Ammersee möchte sich die GWT künftig auch um eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Gemeinden Utting, Schondorf und Eching, aber auch mit den Tourismusverbänden der Nachbarlandkreise bemühen.