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Verkehr:Pöcking lässt Autos zählen

Gemeinde untersucht Einfluss der Westumfahrung

Täglich brausen mehr als 3000 Fahrzeuge durch Pöcking. Die Gemeinde wollte nun wissen, ob sich die Zahl der Fahrzeuge durch die Starnberger Westumfahrung erhöht. Laut Ergebnis der neuesten Verkehrszählung, ist dies jedoch nicht der Fall. Der Gemeinderat nahm das Papier zur Kenntnis und griff den Vorschlag von Planer Christian Fahnberg auf, die Zählung alle paar Jahre zu wiederholen, um eventuelle Entwicklungen beobachten zu können.

Die Gemeinde Pöcking hatte schon mehrmals Verkehrszählungen vorgenommen, um die Schulwegsicherheit zu verbessern. Allerdings war die Westumfahrung bei den letzten Zählungen noch nicht fertig. Nach der Eröffnung sollte nun geprüft werden, ob der Durchgangsverkehr steigt. Dies wurde vor dem Hintergrund befürchtet, dass die Bahnbrücke in der Hindenburgstraße zwischen Starnberg und Tutzing die einzige Verbindung ohne Höhen- oder Tonnagebeschränkungen von der B2 zur Seestraße ist. Insbesondere der Anteil des Schwerlastverkehrs, zu dem auch die Ausflugsbusse zählen, ist daher in der Hindenburgstraße sehr hoch.

Wie Christian Fahnberg vom Planungsbüro Ingevost erläuterte, konnten bei den die Verkehrszählungen zu den Hauptverkehrszeiten nur marginale Veränderungen gegenüber den Messungen von 2017 festgestellt werden. Damals fuhren 3400 Autos pro Tag, im September 2018 waren es 3300 und im Oktober 2019 wurden 3325 gezählt. Schwankungen von zehn bis 15 Prozent seien normal und den alltäglichen Einflüssen geschuldet, sagte er. Auch der Ziel- und Quellverkehr wurde zusätzlich an der Kreuzung Hindenburgstraße und Hauptstraße überprüft. Das Ergebnis glich dem aus den Vorjahren. Den größten Anteil am Verkehr haben demnach die Pöckinger selbst mit 77 Prozent. Aus Feldafing kommen 16 Prozent der Autofahrer und aus Tutzing 4,5 Prozent. Der ortsfremde Durchgangsverkehr nimmt mit lediglich 0,5 Prozent den geringsten Anteil ein. "Die Inbetriebnahme der Westumfahrung Starnberg hat in Pöcking zu keinen nachweisbaren Verkehrsbelastungsänderungen geführt. Es sind keine Maßnahmen erforderlich", so das Fazit der Verkehrsuntersuchung.

Walter Erhard (PWG) schlug vor, die nächste Verkehrszählung zu beauftragen, sobald die Verlagerung der Bundeswehr von Feldafing nach Pöcking abgeschlossen ist. Christian Hörndl (SPD) befürchtete eine Zunahme des Schleichverkehrs während der Bauphase des B2-Tunnels in Starnberg.

© SZ vom 29.01.2020
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