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Verkehr:Nervige Sanierung

Krachmacher auf Schienen bei Königswiesen

Genervt vom Lärm der Züge auf frisch sanierten Gleisen: Anwohner in Königswiesen mit (von links) Ulrich Rohde sowie Marina und Dietrich von Salis.

(Foto: Franz-Xaver Fuchs)

Bahn lässt im Landkreis Starnberg für 24 Millionen Euro Gleise austauschen

Die Deutsche Bahn macht mobil: Von April bis Mitte Mai werden Gleisbett und Schienen zwischen Starnberg und Tutzing auf acht Kilometern Länge erneuert, im Oktober folgt der Abschnitt zwischen Starnberg und Gauting. Bis zum Abschluss der Arbeiten Mitte November werden insgesamt 54 740 Schwellen, 47 600 Tonnen Schotter und rund 10 000 Tonnen Boden ausgetauscht; die Gesamtkosten für die Modernisierung beziffert die Bahn mit rund 24 Millionen Euro.

Die Fahrgäste müssen sich wochenlang mit Fahrplanänderungen und Schienenersatzverkehr abfinden. Eine besondere Belastung ergibt sich für Anwohner, denn die Arbeiten finden rund um die Uhr auch am Wochenende statt. Ein 600 Meter langer Gleisumbauzug erzeugt Lärm und Staub. Die Bahn hatte vorgewarnt: "Unsere Baustelle kann schon mal zur echten Nervensäge werden", heißt es in einem Flyer.

Als nervtötend erweist sich die Rottenwarnanlage, die jeden Zug mit markdurchdringendem Signalton ankündigt. Unbekannte durchtrennen mehrfach die Leitung, was zum Dauerhupton führt. Und es gibt Beschwerden: Anwohner in Gauting, Pöcking, Feldafing und Tutzing monieren, dass die Züge wegen der neuen Gleise lauter geworden seien und sich Schwingungen auf die Häuser übertragen.

© SZ vom 29.12.2020 / phaa
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