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Verbindung zwischen Gewerbegebieten:Einfach schneller

Oberpfaffenhofen: neue Verbindungsstrasse zwischen den beiden Gewerbegebieten

Bürgermeister und Landrat Stefan Frey (2.v.li.) bei der Einweihung der Straße in Oberpfaffenhofen.

(Foto: Nila Thiel)

Neue Straße am Rand des Flughafen-Werkgeländes eröffnet

Mit 700 Metern ist die neue Straße am Air-Tech-Campus in Oberpfaffenhofen nicht besonders lang, sie wird aber große Auswirkungen haben, darüber waren sich die Gäste bei der Eröffnung einig. Für die Gilchinger bietet sie die seit Jahren geforderte Verbindung vom Gewerbegebiet Süd zum Gewerbegebiet Friedrichshafener Straße. Eine solche Straße sei lange geplant gewesen, aber wegen des fehlenden Grunds "nie zustande gekommen", so Bürgermeister Manfred Walter. Außerdem hätte eine rund drei Millionen Euro teure Unterführung gebaut werden müssen. Jetzt führt die Trasse entlang der Gemeindegrenzen von Gauting, Gilching und Weßling am Rande des Flughafen-Werksgeländes. Eine "einfache Lösung", freute sich Landrat Stefan Frey.

Auch die Verkehrsmanagerin im Landratsamt, Susanne Münster, war begeistert. Sie wird von 18. Mai an den Expressbus X 910 über die neue Trasse fahren lassen. "Das bedeutet eine Zeiteinsparung von zwei bis fünf Minuten". Als einzige Buslinie Deutschlands war der Bus bisher über den Flugplatz gefahren. Nun soll auch eine Haltestelle Ruag eingerichtet werden.

Die Straße liegt nicht nur auf Privatgrund, sondern wurde auch privat von dem Joint Venture BeWo bezahlt, erklärte Christian Juckenack, Standortleiter des Flugplatzes. Die etwa 10 000 Mitarbeiter der Umgebung "sparen sich jetzt zehn bis 15 Minuten Fahrzeit", bestätigte Christoph Winkelkötter, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaft- und Tourismusentwicklung. Bisher mussten sie sich zu Stoßzeiten in den Stau einreihen, der häufig vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt bis zur Autobahnauffahrt A 96 reichte. Auf Verkehrsentlastung hofft auch Weßlings Bürgermeister Michael Sturm, denn die Privatstraße kann von allen genutzt werden. In den nächsten Monaten soll beobachtet werden, ob der Verkehr nun den Kreisel bei der Staatsstraße zum Gewerbegebiet Süd überlastet. Langfristig müsste dann der Kreisel erweitert werden, so Landrat Frey.

© SZ vom 08.05.2020

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