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Verbandsversammlung:Aus Awista wird Awista

Abfallunternehmen ändert seine Organisation, behält aber Namen

Aus dem Abfallwirtschaftsverband Starnberg wird zum 1. Januar 2019 das Kommunalunternehmen Abfallwirtschaft Starnberg. Was insofern praktisch ist, weil die geläufige Abkürzung Awista bleiben kann. In der Verbandsversammlung am Mittwoch beschlossen die Stadt Starnberg und die 13 Gemeinden einstimmig, aus dem Zweckverband auszutreten - die Voraussetzung dafür, dass die Organisationsform geändert werden kann. Ein Kommunalunternehmen könne "schneller, unternehmerischer und schlagkräftiger" handeln, sagte Awista-Geschäftsführer Peter Wiedemann zur SZ. "Die Abfallwirtschaft steht nicht still."

In fünf der 14 Kommunen habe es im Vorfeld zum Teil "leidenschaftliche Debatten" in den Gemeinderäten gegeben, fasste Wiedemann am Mittwoch in der Verbandsversammlung zusammen. Dabei ging es in Gauting, Inning, Krailling, Tutzing und Weßling vor allem darum, dass künftig für Veränderungen oder Auflösungen von Wertstoffhöfen nur das "Einvernehmen" der betroffenen Kommune nötig sein sollte. "Ich habe kein Problem damit, aus dem Einvernehmen eine vorherige Zustimmung zu machen", sagte der Verbandsvorsitzende, Landrat Karl Roth (CSU). So steht es nun auch in der Beschlussvorlage.

Laut Wiedemann besteht aber weder kurz- noch mittelfristig die Gefahr, dass Wertstoffhöfe - 17 an der Zahl - im Landkreis aufgelöst würden. Allerdings gebe es Überlegungen in Logistikunternehmen, Verpackungen wie etwa Kartons von online bestellten Waren beim Kunden auch wieder abzuholen. Diese Wertstoffe gingen dann verloren und Einnahmen würden wegbrechen.

© SZ vom 17.05.2018 / csn

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