bedeckt München

Utting:Mobilfunk ist nur noch geduldet

Änderungen oder Erweiterungen der Anlagen auf dem ehemaligen Tengelmann sind nicht zulässig

Von Armin Greune, Utting

Der Uttinger Gemeinderat hat den Bebauungsplan für den künftigen Rewe-Markt an der Dießener Straße einstimmig als Satzung beschlossen. Noch einmal waren die Einwände und Stellungnahmen von Behörden und Betroffenen zum Werk eingegangen, worauf man im Bebauungsplan aber "nur ein paar Details" geändert habe, erläuterte Christian Schaser vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum.

Vor allem der Mobilfunkbetreiber E-Plus wollte sich nicht damit abfinden, dass die Antennen auf dem Dach des vormaligen Tengelmann nur noch als Bestand geduldet sind. Schließlich hat die Gemeinde seit 2009 ein Areal südwestlich der Sporthalle als Positivstandort für Mobilfunksender ausgewiesen. Gutachten hatten ergeben, dass sich so die von den Sendern auf dem Supermarktgebäude und am Seefelder Hofberg emittierte Strahlenbelastung für die zentralen Wohnbereiche in Utting um 30 bis 50 Prozent senken ließe. Auf dem neuen Mast ist bereits der Behördenfunk installiert.

"Neuerrichtungen und genehmigungspflichtige Änderungen von Mobilfunkanlagen sind genehmigungspflichtig", war zunächst im Bebauungsplan für den Rewe-Markt gestanden. Nun empfahl Schaser aus juristischen Gründen die strengere Formulierung, wonach diese Anlagen unzulässig sind.

Begründen ließe sich dies mit der Größe und exponierten Lage des Baukörpers am südlichen Ortseingang Uttings. Die Befürchtungen von E-Plus über eventuell entstehende Versorgungslücken könne man nach Ansicht des Planers mit dem Hinweis auf den nur 370 Meter entfernten Alternativstandort kontern. Damit wäre sicher gestellt, dass neue Mobilfunktechniken künftig nicht mehr auf dem Verbrauchermarkt installiert werden können, ergänzte Bürgermeister Josef Lutzenberger.

Mit der Planänderung verzögere sich der Bau nicht; nach wie vor ist die Eröffnung des Vollsortimenters im Oktober geplant. Der Supermarkt soll 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche aufweisen, außerdem werden nach der Erweiterung des Gebäudes ein Backshop, eine Immobilienverwaltung und ein Winterlager für Sportboote untergebracht.

© SZ vom 13.02.2016
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema