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Utting:Menter-Areal verkauft

Von Armin greune, Utting

Der Gewinner des Investorenauswahlverfahrens für das Menter-Grundstück steht fest: Die Axia Projektbau aus Schondorf machte das Rennen für das 4800 Quadratmeter großen Areals an der Achselschwanger Straße das beste, aber nicht unbedingt das höchste Angebot einreichte. Bei der Bewertung wurde der Kaufpreis zu 50 Prozent gewichtet, die Qualität des Nutzungs- und Bebauungskonzeptes zu 40 Prozent. Außerdem floss die Zukunftsfähigkeit der geplanten gewerblichen Nutzung mit zehn Prozent in das Punktesystem des Gemeinderats ein. Als Mindestgebot galten 300 Euro pro Quadratmeter, bis zu zwei Drittel der Geschossflächen dürfen auf Wohnraum entfallen.

Utting kann nun mit einem Erlös von mehr als drei Millionen Euro rechnen. Das war auch der Hauptgrund für den Verkauf - schließlich muss Utting in den nächsten drei Jahren 13,5 Millionen Euro für das Wohnbauprojekt auf dem Schmucker-Areal aufbringen. Auf dem Menter-Grundstück am westlichen Ortsrand wurde einst ein Sägewerk betrieben, nach dem Erwerb vor 20 Jahren verpachtete es die Gemeinde an eine Zimmerei, zuletzt wurde es zum Lagern von Bauschutt verwendet.

Für die künftige Nutzung als Mischgebiet wurden störendes Gewerbe, Tankstellen und Vergnügungsstätten ausgeschlossen; Rücksicht auf die Umgebung, zu der auch ein Pferdehof zählt, war gefordert. Erwünscht war eine Tagespflegeeinrichtung für Senioren. Grundsätzlich war auch der Investor dazu bereit, doch zunächst ließ sich kein Betreiber finden. In der Folge der Corona-Krise aber "sieht es jetzt wieder ganz gut aus", sagt Axia-Geschäftsführer Georg Bechteler. Mit Unterstützung des Vereins Füreinander stehe man im Kontakt mit einem potenziellen Bewerber aus der näheren Umgebung.

Die Tagespflege soll in einem der beiden geplanten Mehrparteienhäuser untergebracht werden. In ihnen werden außerdem drei Büroeinheiten mit bis zu 330 Quadratmeter Fläche und sechs seniorengerechte Wohnungen geschaffen - ob diese barrierefrei oder gar rollstuhlgerecht ausgebaut werden, sei noch offen, sagt Bechteler. Weiter sind auf dem Grundstück acht familiengerechte Doppelhaushälften vorgesehen.

© SZ vom 28.05.2020

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