Süddeutsche Zeitung

Utting:Betreuung im Container

Kindergarten und Krippe müssen in Provisorium

Von Armin Greune, Utting

Um die Kinder während des Umbaus der Betreuungseinrichtung auf der Ludwigshöhe im kommenden Jahr unterzubringen, wird wohl ein 42 Meter langer und 14 bis 20,60 Meter breiter Komplex aus Containern auf einer leer stehenden Fläche östlich des Uttinger Sportplatzes aufgestellt werden. Zunächst war geplant gewesen, dort ein zweigeschossiges Provisorium zu errichten. Doch als bekannt wurde, dass dafür eine Jahresmiete von 750 000 aufgebracht werden müsste, ließ der Gemeinderat von der Verwaltung und dem Architekturbüro Spengler eine alternative Planung erarbeiten.

Die wurde nun in der jüngsten Sitzung vorgestellt: Demnach soll auf dem 1840 Quadratmeter großen Areal Raum für vier Kindergartengruppen und eine Krippe geschaffen werden. Außerdem sind in dem Provisorium drei Ruhezimmer, ein Bewegungsraum, eine Küche mit Lager, ein Büro, je ein Besprechungs- und Personalraum sowie Toiletten vorgesehen. Zur Jahnstraße hin werden sieben Parkplätze angelegt. Der Gemeinderatrat stimmte dieser Lösung grundsätzlich zu, auch wenn der konkrete Mietpreis dafür erst noch erhoben werden muss. Außerdem wurde die Verwaltung beauftragt, alternativ dazu die Kosten eines Neubaus in Holzmodulbauweise zu prüfen. Das hätte den Vorteil, dass die Gemeinde ihr Eigentum nach Abschluss der Sanierung im "Haus der Kinder" auf der Ludwigshöhe verkaufen oder anderweitig verwenden könnte. Allerdings könnte für den Bau keine Förderung in Anspruch genommen werden - während für die Miete ein bis zu 60-prozentiger Zuschuss von der Regierung für Oberbayern zu erwarten wäre.

Im Haus für Kinder steht bereits seit längerem eine energetische Sanierung an, auch Wasserleitungen und WCs müssten erneuert werden. Der bisherige Mittelbau soll durch ein zweigeschossiges Gebäude ersetzt werden. Für den Bau allein sind voraussichtlich 3,2 Millionen Euro erforderlich, hinzu kommen die Planungskosten und der Aufwand für die provisorische Unterbringung.

Mit den etwa ein Jahr währenden Arbeiten soll im Frühjahr 2021 begonnen werden.

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Quelle:
SZ vom 07.12.2020
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