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Unfall im Landkreis Starnberg:Zug rammt Baum im Gleis

S-Bahnhof in Herrsching; Öffentlicher Personennahverkehr

Wegen eines umgestürzten Baumes verkehren am Montag keine S-Bahnen zwischen Herrsching und Hechendorf.

(Foto: Franz Xaver Fuchs)

Nach Sturm ist der S-Bahn-Verkehr am Montag zwischen Herrsching und Hechendorf lahmgelegt.

Ein vom Wind geworfener Baum hat den S-Bahn-Verkehr zwischen Herrsching und Hechendorf den ganzen Montag über lahmgelegt. Nach einer heftigen Sturmböe war der Baum am Sonntag um 22.15 Uhr in die Starkstromleitung der S 8 gestürzt und hatte dort kurzzeitig sogar Feuer gefangen. Noch bevor die Bahn alarmiert worden war, kollidierte ein Zug mit dem Baum, der trotz einer Notbremsung noch mehrere hundert Meter weit mitgerissen wurde. Die 19 Fahrgäste und der Lokführer überstanden den Unfall ohne Verletzungen. Nachdem Feuerwehrleute den Zug geerdet hatten, konnten alle wohlbehalten über Leitern aussteigen und mit einem Mannschaftswagen zum Bahnhof Hechendorf gebracht werden. Zum entstandenen Sachschaden gibt es noch keine verlässliche Auskunft. Wie die Polizei berichtet, wurden die Leitungen auf mehreren hundert Metern Länge abgerissen. Die Feuerwehren waren mit 32 Einsatzkräften am Unfallort, außerdem rückten zwei Rettungswagen, ein Notarzt, und drei Polizeistreifen aus.

Die aufwendigen Reparaturarbeiten dauerten den ganzen Montag über an. Zunächst musste die Oberleitung soweit wieder hergestellt werden, dass die havarierte S-Bahn abgeschleppt werden konnte. Anschließend wurden die Starkstromkabel mit einem Spezialfahrzeug vollständig instand gesetzt. Ein Bahnsprecher rechnete am Montagabend damit, dass die Störung erst Dienstagmorgen behoben sein werde. Im Schienenersatzverkehr waren rund 20 Großraumtaxen zwischen Hechendorf und Herrsching im Einsatz.

Ansonsten richteten die zum Teil heftigen Sturmböen am Sonntagabend und in der Nacht zum Montag im Fünfseenland wenig Schaden an. Kreisbrandrat Peter Bauch verzeichnete insgesamt zwölf Einsätze, die über den ganzen Landkreis Starnberg verteilt waren und bei denen durchweg nur kleinere Bäume und Äste beseitigt werden mussten.

© SZ vom 25.02.2020
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