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Umweltschutz:Licht aus fürs Klima

Mehrere Gemeinden beteiligen sich an "Earth Hour"

Weltweit gehen an diesem Samstag die Lichter aus - zumindest eine Stunde lang: Rund um den Globus engagieren sich Menschen, Städte und Unternehmen während der "Earth Hour" für mehr Klimaschutz. Die Aktion - initiiert von der Umweltschutzorganisation "World Wide Fund for Nature" (WWF) - ist ein Aufruf zum Erhalt des Planeten. Tausende Städte werden ihre bekanntesten Bauwerke in symbolische Dunkelheit hüllen, darunter Wahrzeichen wie in Berlin das Brandenburger Tor, der Big Ben in London oder die Christusstatue in Rio de Janeiro. Die Earth Hour findet bereits zum fünfzehnten Mal statt.

In Deutschland steht die Aktion in mehr als 570 Städten unter dem Motto "Licht aus - Klimaschutz an". Im Landkreis Starnberg beteiligen sich die Stadt Starnberg, Gauting, Gilching und Pöcking. Die Stadt schaltet eine Stunde lang die Beleuchtung des Starnberger Schlosses und der St.-Josefs-Kirche ab, um ein Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz zu setzen. Auch die Gemeinde Gauting ruft ihre Bürger zum Mitmachen auf. "Wir unterstützen diese Aktion mit Überzeugung", sagt Bürgermeisterin Brigitte Kössinger. Unbeleuchtet bleiben Rathaus, Bosco, Kino und die Christuskirche. In Gilching wird ebenfalls die Beleuchtung an den Kirchen abgestellt, die Gemeinde Pöcking ist auf der Homepage des WWF gelistet. Doch auch Privatleute sind aufgefordert, um 20.30 Uhr eine Stunde lang auf elektrisches Licht zu verzichten als Zeichen für den Klimaschutz.

Nach Ansicht der Initiatoren sind die kommenden zehn Jahre entscheidend, um eine Eskalation der Klimakrise zu verhindern: Wenn es nicht gelinge, die Erderhitzung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen, drohten Mensch und Natur katastrophale Konsequenzen. Jede sechste Art könnte aussterben und Wetterextreme - Waldbrände, Dürren und Überflutungen - würden häufiger und heftiger.

© SZ vom 27.03.2021 / phaa
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