Umweltschutz:Blühende Landschaften

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Ein Konzept des Berger Arbeitskreises "Artenschutz" trifft auf Zustimmung im Gemeinderat

Von Sabine Bader, Berg

Wenn die Berger Bürger aktiv an der Gestaltung ihrer Gemeinde mitwirken können, sind sie gleich dabei. "Bürgerbeteiligung" heißt das Schlagwort dafür. Es geht um Fragen des Umweltschutzes und der Mobilität. An Kreativität mangelt es den Aktiven nicht. So hat der Arbeitskreis "Artenschutz & Blühflächen" ein Konzept für die Gestaltung einer Blühwiese im Ortszentrum von Bachhausen erarbeitet, das Martin Ballmann vom Arbeitskreis am Dienstagabend den Berger Gemeinderäten vorstellte. Im Gremium traf das Konzept auf einhellige Zustimmung.

Die besagte Fläche liegt in der Ortsmitte von Bachhausen direkt gegenüber der Biberkorstraße. Sie wird also auch von den Bürgern gut wahrgenommen. Das ist den Aktiven besonders wichtig, denn sie wollen erreichen, dass Interessierte auf der Wiese auch Insekten beobachten und Pflanzen betrachten können und so einen engeren Bezug zur Natur bekommen. Der Initiator hofft zudem, dass die Bürger einige der Anregungen auch in ihrem eigenen Garten umsetzen. Denn schließlich sind Blühwiesen ein wunderschöner Anblick - vor allem, wenn es darauf summt und brummt. Schließlich sind die Wiesen nicht nur Nahrungsquelle für die Insekten, sondern liefern ihnen auch Baumaterial und dienen als Brutrefugium.

Auf der Wiese haben die Mitglieder des Arbeitskreises mit Zustimmung des Rathauses bereits eine geplante Hecke in Richtung Bolzplatz und fünf Apfelbäume gepflanzt. Im März soll laut Ballmann die Grasnarbe entfernt und stattdessen Kies und unkrautfreier Humus aufgebracht werden. Danach wird die Blühwiese eingesät. Geplant ist auch ein dezenter Erdhügel sowie eine Infotafel zur Wiese und den damit verbundenen Intentionen des Arbeitskreises. Kein Wunder, dass Bergs Rathauschef Rupert Steigenberger (BG) den Arbeitskreis letztlich ermutigend mit auf den Weg gab: "Sie können loslegen!"

Dazu sind die Berger Bürger natürlich auch weiterhin aufgefordert. Koordinieren soll das Engagement der Gemeinde in Sachen Umwelt- und Klimaschutz künftig ein sogenannter Klimaschutzmanager: Die Halbtagsstelle wird laut Beschluss gerade ausgeschrieben, der Aufgabenbereich der neuen Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters ist so vielfältig wie ambitioniert. Er umfasst neben Fragen des Hochwasserschutzes auch mögliche Standorte für Solarfreiflächen-Anlagen, weitere Blühwiesen und die Pflege des gemeindlichen Ökokontos. Doch damit nicht getan: Zum Aufgabenbereich gehören zudem die energetische Sanierung der gemeindlichen Liegenschaften und deren eventuelle Nachrüstung mit Photovoltaik-Anlagen sowie die Förderung des Radverkehrs und der Elektromobilität in der Gemeinde. Auch wenn die Stelle rein formell dem Bauamt zugeordnet wird, erhofft sich die Gemeinde durch sie auch eine Entlastung der Bauverwaltung, die derzeit ohnehin über Gebühr belastet sei, heißt es.

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