Tutzing:Nierenzentrum schließt Ende des Jahres

Dialysepatienten, die bislang vom Nierenzentrum Tutzing im Benedictus-Krankenhaus betreut worden sind, müssen sich im kommenden Jahr neu orientieren: Der 1969 gegründete Verein "Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation" stellt den Betrieb in Tutzing aus wirtschaftlichen Gründen ein, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Noch bis Ende Dezember können sich die derzeit 25 Dialysepatienten aber weiterhin in Tutzing behandeln lassen; auch das Sprechstundenangebot bleibe bestehen, heißt es. Von der Schließung seien auch acht Mitarbeitende im ärztlichen und nichtärztlichen Bereich sowie eine Auszubildende betroffen. "Da wir in den umliegenden KfH-Zentren Bedarf an qualifiziertem Personal haben, werden wir den Tutzinger Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern voraussichtlich einen neuen Arbeitsplatz anbieten können", so ein Unternehmenssprecher. Die Entscheidung sei nach fast 40 Jahren am Ort nicht einfach gewesen und nur unter der Voraussetzung getroffen worden, dass die nephrologische Versorgung der nierenkranken Patientinnen und Patienten in der Region auch ohne das Zentrum in Tutzing sichergestellt sei. Das Kuratorium für Dialyse betreut in mehr als 200 Zentren nach eigenen Angaben bundesweit rund 19 000 Dialyse- und etwa 70 000 Sprechstundenpatienten.

© SZ vom 29.07.2021 / phaa
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB