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Tutzing:Neue Bleibe für BRK-Helfer

Soziale Pläne

Oben an der Traubinger Straße will die Gemeinde eine 6000 Quadratmeter große Fläche für soziale Einrichtungen vorhalten. Dort ist jetzt nicht nur die BRK-Behausung - die Rot-Kreuz-Alm - frei und soll abgerissen werden. Auch der Standort, auf dem der Landkreis Container für Asylbewerber aufgestellt hatte, ist geräumt. In der Folge ist Tutzings Bauamtsleiter Klaus Menzinger eine vorteilhafte Vereinbarung mit Landratsamt und Regierung von Oberbayern geglückt, die der Gemeinderat kürzlich erfreut vernahm. Die Gemeinde darf für das Areal zwischen Rot-Kreuz-Alm und Waldrand die Baugenehmigung übernehmen, die für die Container galt und die eigentlich nur bis zum Jahresende 2018 befristet war. Die Behörden signalisierten, dass die Fläche aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen werden könnte. Die Gemeinde will das Gelände im Flächennutzungsplan als Sondergebiet für soziale Zwecke festlegen. Bei Bedarf könnte die unmittelbar benachbarte Kindertagesstätte erweitert werden oder eine andere soziale Einrichtung Platz finden. An eine Wohnbebauung ist nicht gedacht. manu

Bereitschaft ist jetzt im Gymnasium stationiert

Große Freude bei den Mitgliedern der BRK-Bereitschaft Tutzing: Sie konnten endlich aus der maroden RotKreuz-Alm an der Traubinger Straße in neue Räume umziehen. Die Gemeinde stellt im Tutzinger Gymnasium eine vorübergehende Bleibe zur Verfügung, bis die Helfer einen Neubau beziehen können. Nach Renovierungsarbeiten, die die Ehrenamtlichen selbst erledigt haben, lautet die Adresse des BRK Tutzing von diesem Freitag an offiziell Hauptstraße 22.

In der neuen Dienstwohnung verfügt das BRK jetzt über einen ansprechenden Raum für die Nachbesprechung von Einsätzen, unter anderem mit Beamer, Leinwand und Flipchart. Ein weiterer Raum dient als Büro und Materiallager für das Einsatzfahrzeug der Hilfe vor Ort. "Alle erforderlichen Verbrauchsmaterialien wie Mullbinden, Sauerstoffmasken, Zugangsnadeln, Spritzen und vieles mehr können hier nach dem Einsatz aufgefüllt werden", freut sich Bereitschaftsleiter Marcus Lauber. Das Fahrzeug allerdings steht beim jeweiligen Diensthabenden zu Hause. Neben Bad und WC haben die Helfer noch einen Aufenthaltsraum mit Fernseher. Leider seien die Räume nicht geeignet, um die gewünschte Bereitschaftsjugend aufzubauen oder öffentliche Erste-Hilfe-Kurse anzubieten, bedauert Lauber. Mit 448 Einsätzen leistete die Tutzinger Bereitschaft im vergangenen Jahr so viele Einsätze wie noch nie. Lauber spricht von einem "Rekordjahr". 34 Mitglieder verzeichnet die Bereitschaft in der Seegemeinde, 20 sind derzeit aktiv.

Seit 1994 war die Bereitschaft in der Rot-Kreuz-Alm stationiert. Zuvor unterhielt in den Gebäuden der Bundesnachrichtendienst eine Dependance. 2015 wurde dann ein Großteil der Anlage abgerissen. Zwei neue Kindertagesstätten entstanden - der BRK-Kindergarten und der Waldorf-Kindergarten. Die verbliebene Baracke galt schon lange als unzumutbar. Seit Jahren hielten die Helfer nach neuen Räumen Ausschau. Den Umzug haben die Ehrenamtlichen nun in Eigenregie bewältigt.

Die Bleibe im Tutzinger Gymnasium ist jedoch nur eine vorübergehende Lösung. Die Gemeinde und der BRK-Kreisverband planen den Neubau einer Kombiwache für die Tutzinger BRK-Wasserwacht und die Bereitschaft. Dem Vernehmen nach ist an einen Standort nahe dem Südbad gedacht. Die Gemeinde will ein Grundstück zur Verfügung stellen. Wann es soweit ist, steht noch in den Sternen. Bereitschaftsleiter Lauber betont aber: "Wir sind der Gemeinde Tutzing für diese Zwischenlösung sehr dankbar."

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