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Tutzing:Mitreden groß geschrieben

Initiatoren eines Jugendbeirats planen Wahl vor Sommerferien

Der Jugend in Tutzing eine Stimme geben, die politisches Gewicht hat - das soll mit einem Jugendbeirat geschehen. Dessen Realisierung nimmt nun langsam Fahrt auf. Die Initiatoren hoffen, dass die Wahl für das neue Gremium noch vor den Sommerferien über die Bühne geht. Angestoßen hat den Jugendbeirat der Tutzinger Gymnasiast Paul Friedrich. Mit Mitstreitern sammelte er vergangenen Herbst 151 Unterschriften. Vorbild sind die bestehenden Jugendbeiräte in Gauting und Krailling.

Friedrich ist Mitglied der lokalen FDP und aktiv bei den Jungen Liberalen. Mit den beiden FDP-Gemeinderäten Joachim Weber-Guskar und Georg Schuster will er das immer wieder zur Kommunalwahl propagierte Wahlversprechen der Liberalen für einen Jugendbeirat einlösen. Im Dezember hatte sich der Gemeinderat mit dem Thema befasst und sich grundsätzlich für einen entsprechenden Beirat ausgesprochen. Die Umsetzung nahmen nach Friedrichs Auskunft nun zehn Jugendliche mit dem Vereinsreferenten des Gemeinderats, Ludwig Horn (CSU), und dem Jugendbeauftragten Claus Piesch (FW) in Angriff. "Das Ziel dieser Gruppe ist es", so Friedrich, "auf den Jugendbeirat aufmerksam zu machen, über diesen zu informieren und aufzuklären sowie im Allgemeinen zu zeigen, dass sich Jugendliche engagieren dürfen." Und sich durch den Jugendbeirat auch - in organisierter Form und überparteilich - engagieren könnten.

Dazu seien einige Veranstaltungen - coronakonform online - zusammen mit den Tutzinger Schulen und Vereinen geplant. Aber auch das Videomobil des Kreisjugendrings und eine online geführte Umfrage sollen eingesetzt werden.

In der Vorbereitungsgruppe haben sich die Jugendlichen die Arbeiten aufgeteilt. Ein Organisationsteam ist zuständig für die geplanten Veranstaltungen und ein Team, das sich zum Beispiel mit Flyer- sowie Videogestaltung beschäftigt, für die Öffentlichkeitsarbeit. Zwei Ansprechpartner sollen zur Verfügung stehen, bei denen sich Interessierte melden können. Deren Kontaktdaten würden demnächst veröffentlicht. Im Übrigen freue man sich über jeden, der sich im Vorbereitungsteam einbringen und somit das neue Gremium ein Stück voranbringen möchte. Friedrich zeigt sich überzeugt, dass angesichts der Entwicklung und der Vielzahl an engagierten Jugendlichen bis zu den Sommerferien der Jugendbeirat in Tutzing gewählt werden könne - um "endlich eine längst überfällige Beteiligungsmöglichkeit für Jugendliche in Tutzing zu schaffen".

Nähere Informationen gibt Paul Friedrich unter paul.friedrich@julis-bayern.de

© SZ vom 08.04.2021 / manu
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