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Tutzing:Journalistenworkshop in Politischer Akademie

Auch wenn es wegen der Corona-Krise nicht sicher ist, ob das Seminar überhaupt stattfinden kann - die Akademie für Politische Bildung in Tutzing kündigt für Anfang Mai eine Recherchewerkstatt für Journalisten aller Medien an. Der Workshop, den die Akademie mit dem Netzwerk ProRecherche.org veranstaltet, soll von Montag, 4. bis Mittwoch, 6. Mai laufen. Recherche-Profis berichten, wie sie bei investigativen Recherchen vorgehen und aus einem Thema eine Geschichte machen. Im Werkstattgespräch erzählt Bastian Obermayer von der Süddeutschen Zeitung, wie das Investigativ-Ressort auf die Spuren von Panama Papers und Ibizagate kam. Pia Danglmayer und Philipp Grüll vom Bayerischen Rundfunk berichten von ihren Recherchen zu den Cum/Cum-Aktiengeschäften und zum Bayern-Ei-Skandal. Profis wie Thomas Schuler und Wolfgang Messner von ProRecherche.org. zeigen den Teilnehmern, wie sich Quellen öffnen lassen, welche Auskunftsrechte ein Journalist besitzt und eine zulässige Verdachtsberichterstattung aussieht. Der freie Journalist Peter Welchering erklärt, wie Journalisten im Internet sicher recherchieren.

Die Recherchewerkstatt richtet sich der Akademie zufolge an Volontärinnen, Redakteure und freie Journalistinnen aller Medien. Auch Anfänger dürfen teilnehmen. Anmeldung und Programm unter www.apb-tutzing.de/19-2-20. Die Tagungsgebühr beträgt mit Übernachtung und Verpflegung 120 Euro (ermäßigt 70 Euro) und wird erst bei der Anreise fällig. Im Fall einer Absage aufgrund der Corona-Krise entstehen den Angemeldeten keine Kosten.

© SZ vom 15.04.2020 / manu
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