TutzingTrinkwasserversorgung am Limit

Wassermeister Michael Grätz (vorne) und ein Mitarbeiter zeigen Bürgermeister Ludwig Horn (Mitte) die angespannte Situation im Hochbehälter.
Wassermeister Michael Grätz (vorne) und ein Mitarbeiter zeigen Bürgermeister Ludwig Horn (Mitte) die angespannte Situation im Hochbehälter.
Gemeinde Tutzing

Der Wasserverbrauch in Tutzing ist derzeit ungewöhnlich hoch. Die Gemeinde ruft zu einem sparsameren Umgang mit Trinkwasser auf.

Von Gregor Schiegl, Tutzing

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Die Trinkwasserversorgung in Tutzing ist in den vergangenen Wochen deutlich unter Druck geraten. Nach Angaben der Gemeinde ist der tägliche Wasserverbrauch von normalerweise rund 1200 auf derzeit 2400 Kubikmeter gestiegen. Die Wasserversorgung stoße damit „an ihre absoluten Grenzen“. Obwohl die Gemeinde bereits zu Wochenbeginn zum Wassersparen aufgerufen hatte, werden nach ihren Angaben weiterhin tagsüber Rasenflächen bewässert. Auch Pools würden weiterhin befüllt oder nachgefüllt.

Zwar verfügt die Gemeinde Tutzing über eine Speicherkapazität von 3000 Kubikmetern und ist damit nach eigenen Angaben besser aufgestellt als viele andere Kommunen. Doch auch diese Kapazität reicht nur begrenzt aus, um den derzeit außergewöhnlich hohen Verbrauch auszugleichen. Die Brunnenpumpen müssen deshalb teilweise rund um die Uhr laufen, um die Hochbehälter ausreichend mit Wasser zu versorgen.

Die Gemeinde bittet daher um einen besonders sparsamen Umgang mit Wasser: Rasenflächen sollten tagsüber nicht bewässert, Pools nicht mit Trinkwasser befüllt oder nachgefüllt werden. Gärten sollten nur frühmorgens oder spätabends bewässert und Autos nur noch in Waschanlagen gewaschen werden. Entspannt sich die Situation nicht kurzfristig, will die Gemeinde weitere Maßnahmen prüfen. Dazu könnten auch Gießverbote gehören.

Nach eigenen Angaben hat die Gemeinde bereits selbst Maßnahmen ergriffen, um den Wasserverbrauch zu reduzieren. Zum Bewässern der Bäume verwende sie ausschließlich Brauchwasser. Auch in gemeindlichen Einrichtungen sei der Wasserverbrauch deutlich reduziert worden – selbst dort, wo dies mit spürbaren Einschränkungen verbunden ist, etwa bei der Pflege von Sportanlagen.

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