Zu einem Fall von Tierquälerei ist es offenbar am Mittwoch im Nepomukpark am Starnberger See gekommen, weshalb die Polizei nun nach Zeugen und Hinweisen sucht. Nach Angaben des Tierschutzvereins Starnberg und Umgebung beobachtete eine Gruppe von sechs Münchner Schülern, wie eine Frau beim Baden sich wohl von einer Entenmutter mit sieben Küken gestört fühlte. Die Frau begann zunächst, die Küken mit Steinen zu bewerfen und traf schließlich die Entenmutter am Hals.
Die Zeugen zogen das schwer verletzte Tier aus dem Wasser, doch es starb wenige Minuten später. Die Schüler sprachen dem Tierschutzverein zufolge die Frau an, doch diese reagierte nicht und verließ später unbemerkt den Park, als Polizei und Tierschutz alarmiert wurden. Die Täterin entfernte sich in Richtung Percha Beach und wird folgendermaßen beschrieben: Blonde Haare zu einem Dutt zusammengebunden, schwarzer Bikini, blauer Überwurf.
Helfer des Tierschutzvereins hatten daraufhin noch versucht, die verwaisten Küken einzufangen und in Obhut zu nehmen. „Aber sie waren zu schnell“, berichtet Claudia Bläser, die Vorsitzende des Tierschutzvereins Starnberg und Umgebung. Mit ihren knapp vier Wochen könnten die Küken allerdings eine Chance haben, dass sie selbständig überleben, erklärt Bläser. „Deshalb haben wir uns entschlossen, die Suche nach ihnen abzubrechen, und hoffen nun, dass sie es alleine schaffen.“
Dem Verein zufolge häufen sich gemeldete Tierschutzfälle, ob bei Haus- oder Wildtieren, „und wir sind jedes Mal aufs Neue tief erschüttert, wie Menschen auf solch grausame Art und Weise andere fühlende Lebewesen behandeln“, sagt Bläser. Die Polizei hat eine Anzeige gegen unbekannt aufgenommen und ermittelt. Zeugen, die Hinweise zur Täterin geben können, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Starnberg unter 08151/3640 zu melden.

