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Theater in Utting:Seebühne bricht Besucherrekord

"Im Weißen Rößl" lockt 6205 Zuschauer auf die Tribüne am Ammersee

Von Armin Greune, Utting

In der 21. Saison ihres Bestehens hat die Seebühne einen neuen Publikumsrekord aufgestellt: 6205 Zuschauer verfolgten von 20. Juli bis 11. August die insgesamt 20 Vorstellungen von "Im weißen Rößl". Damit wurde die bisherige Bestmarke aus dem bisherigen "Jahrhundertsommer" 2003 um genau fünf Besucher übertroffen. Auch seinerzeit hatte das semiprofessionelle Theaterensemble das berühmte Singspiel vom Wolfgang- an den Ammersee versetzt. "Damals hatten wir noch die etwas größere Tribüne, aber nur 16 Vorstellungen, die freilich alle ausverkauft waren", erinnert sich Florian Münzer, Initiator, Intendant und Regisseur der Seebühne Utting.

Auch 2018 konnten alle anberaumten Vorstellungen stattfinden, nur am ersten Wochenende trübten kurze Schauer und Nieseln die Bilanz. 18 von 20 Aufführungsterminen waren ausverkauft: "92 Prozent Platzauslastung können sich sehen lassen", meint Münzer, der sich über "grandiose Einnahmen" freuen kann - schließlich muss sich die Seebühne ausschließlich von Eintrittsgeldern finanzieren und ohne jegliche Subventionen auskommen.

Natürlich habe das prächtige Wetter der vergangenen Wochen eine wesentliche Rolle für die positive Bilanz der Freiluftbühne gespielt, sagt Münzer. Aber letztlich habe das beliebte Singspiel entscheidend zum Erfolg beigetragen. Dennoch müsse man nicht befürchten, dass die Seebühne fortan nur noch "Im Weißen Rößl" aufführt. Es war nach Goldonis "Krach am See" und Shakespeares "Sommernachtstraum" erst die dritte Wiederholung eines Stücks in 21 Jahren. Und 2015 lockte Aristophanes' Satire "Plutos - der Reichtum" immerhin 5000 Zuschauer in die Spielstätte im Summerpark: Das beweise, dass auch anspruchsvolle Stoffe beim Publikum ankommen, findet Münzer.

© SZ vom 22.08.2018
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