Eine Straße am Starnberger See ist wegen Bauarbeiten für mehrere Monate gesperrt. Betroffen ist eine gut eineinhalb Kilometer lange Strecke am Ostufer nördlich von Sankt Heinrich. Erholungsgelände, ein Badeplatz und auch ein Dampfersteg sind deshalb nur noch jeweils aus einer Richtung erreichbar. Radfahrer können die Strecke auf dem Radweg aber auch weiterhin benutzen. So sei eine Tour rund um den See auch weiterhin möglich, betont das Staatliche Bauamt.
Wie die Baubehörde in Weilheim mitteilt, werden die beiden Brücken über den Karnifflbach und den Buchscharnbach erneuert. Die beiden Bauwerke seien hundert Jahre alt, in einem schlechten Zustand und entsprächen nicht mehr den heutigen Anforderungen, erklärt Tobias Martin, der im Bauamt für das Projekt zuständig ist. So sei die Belastbarkeit auf 16 und 24 Tonnen beschränkt, während heute eine Last bis 40 Tonnen üblich sei. Die Kosten für die beiden neuen Brücken beziffert auf insgesamt etwa 1,2 Millionen Euro.
Die Arbeiten beginnen in der kommenden Woche, die Staatsstraße ist demnach zwischen Sankt Heinrich und Holzhausen vom kommenden Mittwoch bis Ende des Jahres für Autos und Lastwagen komplett gesperrt. Der Verkehr wird so lange über die Garmischer Autobahn oder über Beuerberg, Eurasburg und Achmühle umgeleitet. Bei den Anschlussstellen in Wolfratshausen und Seeshaupt weisen Schilder die Autofahrer darauf hin.
Die Straßensperrung betrifft auch Ausflügler, die von München kommend etwa zum Baden an den See wollen. So sind die Parkplätze bei den den Erholungsgebieten „Am Schwaiblbach“ und „Buchscharn“ nur noch von Noden her erreichbar. Der Badeplatz beim kleinen Seehaus dagegen ist nur noch von Süden her zu erreichen, also von Sankt Heinrich aus. Außerdem gibt es wegen der Vollsperrung Änderungen im Fahrplan des RVO-Busses 373 zwischen Wolfratshausen, Münsing und Seeshaupt. Der Landesteg in Ambach ist durchgängig erreichbar allerdings mit dem Auto nur noch von Norden her, also aus Richtung Münsing.
Eigentlich sollten die Bauarbeiten an den beiden Brücken schon vor einem Monat beginnen, sie mussten aber wegen Personalengpässen bei einer Firma verschoben werden. Eine Folge ist nun, dass die Brücken nicht nacheinander, wie ursprünglich geplant, sondern gleichzeitig erneuert werden.


