Wassersport500 Schwimmer durchqueren den Starnberger See

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Im Badegelände bei Possenhofen gehen die Freiwasserschwimmer an den Start, und zwar einer nach dem anderen.
Im Badegelände bei Possenhofen gehen die Freiwasserschwimmer an den Start, und zwar einer nach dem anderen. Nila Thiel

Von Possenhofen nach Leoni und wieder zurück: Spitzensportler schaffen die insgesamt vier Kilometer weite Strecke in weniger als einer Stunde. Zu lange dürfen auch Amateure nicht brauchen, sonst kommen sie Ausflugsschiffen in die Quere.

Von Michael Berzl, Possenhofen

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Selbst kühle Luft und etwas Regen werden sie nicht abhalten: Mehr als 500 Schwimmer wollen am kommenden Samstag von Possenhofen aus zu einer Durchquerung des Starnberger Sees starten. Sicherheitshalber empfiehlt der Veranstalter Neoprenanzüge, damit es den Teilnehmern auf der insgesamt vier Kilometer langen Strecke im Wasser nicht zu kalt wird. Nun kommt es noch aufs Wetter an, denn bei Gewitter kann nicht gestartet werden. Ein Aufschub sei nur begrenzt möglich, weil man sonst der Seenschifffahrt in die Quere komme, erklärt Organisator Alexander Fricke aus München. „Wenn alle Stricke reißen“, so sagt er, „schwimmen wir parallel zum Ufer“.

Seit 2009 kommen Freunde des Freiwasserschwimmens bei der Traditionsveranstaltung im Starnberger See auf ihre Kosten. Selbst Frühbucher zahlen 61 Euro, um dabei zu sein. Das Feld ist voll, die Teilnehmerliste geschlossen. Gestartet wird von 8.45 Uhr an vom Steg 3 im Erholungsgebiet „Paradies“ in Possenhofen; aber nicht im Pulk, sondern wie seit Corona in den vergangenen Jahren einzeln. Etwa alle Sekunde wird ein Schwimmer auf die Reise geschickt. Von Possenhofen geht es zum Ostufer und beim Seehotel Leoni und Bootsverleih Gastl an Land.

Wem es dort schon reicht, der kann nach der ersten Etappe aufhören und mit dem Schiff um 10.37 Uhr nach Possenhofen zurückfahren. Die Mehrzahl der Teilnehmer wird allerdings nach den Erfahrungen des Veranstalters auch den Rückweg bewältigen und so insgesamt vier Kilometer im Wasser zurücklegen. Das Feld zieht sich dann erfahrungsgemäß weit auseinander; die schnellsten sind in weniger als einer Stunde im Ziel, es sind aber auch Freizeitsportler dabei, die mehr als zwei Stunden brauchen.

Angemeldet haben sich nach Angaben des Veranstalters Breiten- und Leistungssportler, aber auch Urlauber, die sich gerade in der Region aufhalten. Die Altersspanne der Starter reiche von 14 bis 80 Jahre. Prominentester Schwimmer am Samstag ist Faris Al-Sultan aus München, der vor 20 Jahren beim Ironman in Hawaii Weltmeister wurde.

Die Teilnehmer können selbst aussuchen, wie sie schwimmen wollen, ob sie Brustschwimmen oder Kraulen bevorzugen. Die Wassertemperatur, mit der sie rechnen können, beträgt 19 Grad, draußen wird es allerdings laut den aktuellen Prognosen etwas frischer und nicht sehr gemütlich. Laut Wettervorhersage beträgt die Lufttemperatur am Wochenende nur 16 Grad Celsius, außerdem ist mit Regen zu rechnen.

Helfer der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und der Wasserwacht sorgen für die Sicherheit der Schwimmer und begleiten sie mit Booten. Am Ziel werden sie mit Obst und Getränken versorgt. Spätestens um 11.30 Uhr, wenn ein Schiff auf der Nord-Süd-Route von Starnberg in Richtung Tutzing starte, sollte auch der letzte aus dem Wasser sein, so Fricke.

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