Starnberger SeeMorsch und gefährlich

Gesperrt ist die Steganlage beim Paradies in Possenhofen.
Gesperrt ist die Steganlage beim Paradies in Possenhofen. Nila Thiel

Die Badestege bei Possenhofen am Starnberger See sind aus Sicherheitsgründen teilweise gesperrt. Ein Gutachter prüft jetzt die hölzernen Anlagen.

Von Christian Deussing, Pöcking

Die vier öffentlichen Stege im Badegelände Paradies am Starnberger See bei Possenhofen sind bei schönem Wetter sehr beliebt. Doch nun musste die Steganlage vier aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Betroffen sind jeweils auch ein Treppenabgang bei den Badestegen eins bis drei, die auch inzwischen etwa 25 Jahre alt sind. Die Sperrungen seien notwendig geworden, weil die Stützhölzer altersbedingt morsch und damit nicht mehr ausreichend tragfähig seien, erklärte eine Sprecherin des Baureferats München, das für die Verkehrssicherung dieser Stege verantwortlich ist.

Die betreffenden Stege würden derzeit von einem externen Gutachter geprüft, um den Zustand der Holzkonstruktionen zu ermitteln und „auf dieser Grundlage die erforderlichen weiteren Maßnahmen festzulegen“, erläuterte die Sprecherin. Wann die Stege in dem Badegelände wieder komplett freigegeben werden könnten, sei noch unklar. Denn die Zersetzungsprozesse innerhalb der Stützhölzer seien von außen nicht sichtbar, weshalb diese Stege nicht gefahrlos betreten werden könnten, teilte die Referatssprecherin mit.

Sicherheit für Badende: Handläufe und rutschfeste Treppen an einem Steg nördlich von Tutzing.
Sicherheit für Badende: Handläufe und rutschfeste Treppen an einem Steg nördlich von Tutzing. Marion Weiß

Sobald das externe Gutachten vorliegt, wird auch untersucht, ob wegen Rutschgefahr für die Stege und Treppen künftig „alternative Konstruktionen in Betracht gezogen werden“, so die Sprecherin. Denn durch Algen im Wasser bildeten sich auf den Stegen und Treppenbelägen naturgemäß Ablagerungen.

Um glatte Stufen und Stürze von Badegästen zu verhindern, waren bei einem Steg nördlich von Tutzing bereits vor vier Monaten die Holzstufen rutschfest gemacht und überdies ein zweiter Handlauf montiert worden. Zuständig war hier die Gemeinde Tutzing.

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