Die Bauern und die Sommerfrischler in Kempfenhausen dürften große Augen gemacht haben, denn die Villa, die da unten am Seeufer entstand, war eines der ungewöhnlichsten Herrschaftshäuser weit und breit. Der Münchner Architekt Ernst Haiger (10. Juni 1874 – 15. März 1952) hatte 1909 für Augusta de Osa, die Witwe des kolumbianischen Botschafters in Paris, einen halbkreisförmigen, rundum üppig mit Stuckgirlanden und Putten verzierten Bau geplant. Das Gebäude stand höchst eindrucksvoll und exponiert auf einer zum See hin abfallenden Wiese.
ArchitekturHaus am See
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Der Architekt Ernst Haiger entwarf originelle Villen und Inneneinrichtungen, stand als bekennender Nazi aber auch auf der Liste der „Gottbegnadeten“. Lebenserinnerungen an einen Mann mit vielen Gesichtern.
Von Katja Sebald, Starnberg
