StarnbergWelche Wünsche erfüllt wurden

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Mehr als 7,7 Millionen Euro spendeten SZ-Leser im vergangenen Jahr bei der 72. Spendenaktion. Ein Teil davon ist auch in den Landkreis Starnberg geflossen. Ein Rückblick, wie der SZ-Adventskalender im Einzelfall helfen konnte.

Wasserkocher und Wischmopp

Dirk Steiner und Max Mahler (beide Namen geändert) haben ihre Wohnung verloren und leben in einer Behelfsunterkunft der Stadt Starnberg. Beide haben einst selbst ihren Lebensunterhalt verdient, bevor der eine mit seinem Betrieb pleite ging und der andere wegen einer Mehlallergie nicht weiter als Bäcker arbeiten konnte. Um in ihrer Notlage mit ihren Familien und Freunden in Kontakt bleiben zu können und sozial nicht zu vereinsamen, hat der SZ-Adventskalender den Männern ein MVV-Ticket finanziert. Für das Leben in der nur spärlich ausgestattete Unterkunft erhielten sie ein Radio, einen Wasserkocher und einen Wischmopp.

Geld für ein Hochbett

Die Pandemie hat Sabine K. schwer getroffen. Die 43-Jährige konnte wegen der Lockdowns und Einlass-Beschränkungen kaum noch ihrer Tätigkeit als Bedienung in der Gastronomie nachgehen. Die alleinerziehende Mutter eines autistischen Mädchens erhielt zwar Kurzarbeitergeld, doch das Trinkgeld fehlte. In ihrer Not half sie sich mit einem Aushilfsjob als Reinigungskraft, und trug Zeitungen aus. So schaffte sie es, den Alltag zu stemmen. Doch das viel zu kleine Baby-Gitterbett durch ein Kinderbett zu ersetzen - das war finanziell nicht drin.

Ein Laptop für die Ausbildung

Ali Reza M. war 16, als er mit seinem Cousin aus Pakistan floh. Sechs Jahre sind seither vergangen, die der junge Mann in einer einer Jugendeinrichtung in Stockdorf und später in der Gemeinschaftsunterkunft in Hechendorf lebte. Er hat bei einem Betrieb in Oberschleißheim eine Ausbildung zum Flachglastechnologen gemacht. Für die Berufsschule und die Kommunikation mit seinem Ausbildungsbetrieb brauchte Ali Reza M. einen Computer, den er sich nicht leisten konnte. Der SZ-Adventskalender griff dem jungen Mann bei der Anschaffung finanziell unter die Arme.

© SZ vom 20.11.2021 / frie - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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