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Starnberg:Viele Neuinfektionen

Landratsamt registriert am Mittwoch 33 Fälle

So viele positive Corona-Testergebnisse wie an diesem Mittwoch hat das Landratsamt Starnberg seit Anfang April nicht mehr registriert: Es meldet 33 Fälle, wovon jedoch ein Betroffener hier zwar geführt wird, aber nicht mehr im Kreis lebt. Allein acht Neuinfektionen werden für Gilching gemeldet, sieben für Starnberg, jeweils fünf für Krailling und Gauting, zwei für Pöcking und jeweils eine für Andechs, Feldafing, Inning und Tutzing. In Weßling ist zudem ein Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft positiv getestet worden. Etwa 140 weitere Bewohner dort müssen sich nun häuslich isolieren, wie Landratsamts-Sprecherin Barbara Beck mitteilt. Insgesamt haben sich nun 1108 Menschen aus dem Kreis seit dem Ausbruch der Pandemie mit dem Virus infiziert, 948 gelten als genesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Landesamt für Gesundheit am Mittwoch bei 74,63. Dieser Wert dürfte am Donnerstag auf etwa 85 steigen. Im Landkreis Landsberg, wozu auch das Westufer des Ammersees gehört, ist diese Inzidenz schon am Mittwoch mit 86,4 erreicht worden. Im Landkreis Weilheim-Schongau steht die Corona-Ampel nun auf dunkelrot. Dort liegt die Sieben-Tage-Inzidenz mittlerweile bei 108,5. Von Donnerstag an gelten dort schärfere Schutzmaßnahmen: Gaststätten beispielsweise ist der Betrieb nur bis 21 Uhr erlaubt - wohl aber nur bis 2. November. Dann sollen die am Mittwoch bundesweit beschlossenen schärferen Maßnahmen in Kraft treten. Gästebewirtung in Lokalen etwa ist dann untersagt. Unterdessen ist das Augsburger Labor, das auch die Proben aus dem Gilchinger Testzentrum auswertet, wieder in die Schlagzeilen geraten. Dort soll laut Beck aufgrund von Lieferschwierigkeiten ein inkompatibles Reagens zum Einsatz gekommen sein, das falsche Testergebnisse verursacht habe - und zwar im Zeitraum von 21. bis 24. Oktober. Betroffen davon könnten aber nur etwa fünf positiv getestete Menschen aus dem Kreis sein, so Beck: "Die negativen Tests sind alle in Ordnung, und mehr positive Ergebnisse aus Gilching haben wir nicht." Das Landratsamt empfiehlt daher Wiederholungstests für diese Menschen. Um längere Wartezeiten, wie derzeit in Gilching üblich, zu vermeiden, verweist die Behörde auf niedergelassene Ärzte: "Auch wir haben bereits nach anderen Lösungen gesucht", sagt Beck. Allerdings seien derzeit viele Labors völlig überlastet.

© SZ vom 29.10.2020 / abec
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