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Dauerregen:Wetterdienst gibt höchste Warnstufe für Landkreis Starnberg aus

Gilching Umfahrung, Verkehr im Regen

Bis Mittwoch soll es durchgehend regnen.

(Foto: Georgine Treybal; .)

Bis Mittwoch werden Niederschläge von 80 Liter pro Quadratmeter erwartet. Die Situation erinnert fatal an das Pfingsthochwasser vor 20 Jahren.

Andauernde ergiebige Regenfälle lassen im Fünfseenland das Schlimmste befürchten. Der Deutsche Wetterdienst hat für das Gebiet südlich von Starnberg die höchste Alarmstufe ausgerufen und warnt vor extremem Unwetter: Bis Mittwochmorgen werden dort Niederschlagsmengen mit mehr als 80 Liter pro Quadratmeter erwartet.

Die hohen Temperaturen lassen gleichzeitig den Schnee schmelzen

Die Situation erinnert fatal an die vor 20 Jahren: Wie beim Jahrhunderthochwasser damals an Pfingsten bestimmt eine sogenannte Vb-Wetterlage das Geschehen, sagt Ulf Köhler, Meteorologe auf dem Hohen Peißenberg. Dabei gelangt warme nasse Luft aus dem Mittelmeerraum zuerst nach Polen, beim Aufeinandertreffen mit polarer Kaltluft entstehen dann über Südostdeutschland Starkregengebiete, die sich an den Alpen stauen.

Weil die hohen Lufttemperaturen gleichzeitig zur Schneeschmelze führen, muss mit Hochwasser gerechnet werden. Das Wasserwirtschaftsamt erwartet, dass die Ammer im Laufe dieses Dienstags die zweithöchste Meldestufe 3 erreicht und an einigen Stellen über die Ufer tritt. Es bleibt vorerst nur zu hoffen, dass die Folgen nicht so verheerende Ausmaße erreichen wie 1999.

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