Die Ampel zeigt Grün, schnell noch hinüber auf die andere Seite. Die ältere Schwester ist schon vorausgefahren, der Weg bestens bekannt. Doch nur wenige Sekunden später passiert etwas, was niemals hätte passieren sollen: Ein Kinderfahrrad steckt unter einem tonnenschweren Kieslaster, der achtjährige Ferdinand erliegt kurz darauf seinen schweren Verletzungen. Ein typischer großstädtischer Unfallhergang sieht genau so aus: Ein Radfahrender quert bei Grün eine Ampelkreuzung und wird von einem rechtsabbiegenden Lkw erfasst. So geschehen am Faschingsdienstag in Starnberg an einem der schwierigsten Verkehrsknotenpunkte Bayerns.
Der tödliche Unfall von StarnbergEin Ort ist geschockt – und gespalten
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Auch gut eine Woche, nachdem ein achtjähriger Junge von einem Lkw überrollt wurde, herrscht in der Stadt tiefe Trauer. Gleichzeitig ist die Stimmung im Wahlkampf aufgeheizt. Und der Verkehr bleibt ein Reizthema.
Von Christian Deussing und Peter Haacke, Starnberg

Abschiebungen:Aus dem neuen Leben gerissen
Integration schützt nicht vor Abschiebung – das zeigt das Beispiel der Familie Salvatierra aus Putzbrunn bei München: Vater und Mutter haben feste Jobs, die Töchter gute Noten in der Schule. Dennoch werden sie kurzerhand nach Bolivien abgeschoben. Arbeitgeber, Mitschüler und Bekannte sind entsetzt.
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