Impfungen auf dem Starnberger See:Corona, ahoi!

Impfung an Bord; Neu an Bord der "Seeshaupt"

An Bord der 'Seeshaupt' können sich Impfwillige die Spritze mit dem Vakzin gegen Covid 19 setzen lassen. Mit Katharina Petri war sogar eine richtige Schiffsärztin an Bord, die hier die 17-jährige Valerie Schmid aus Starnberg impft.

(Foto: Franz Xaver Fuchs)

Die "MS Seeshaupt" wird zum schwimmenden Impfzentrum auf dem Starnberger See - und die Patienten bekommen bei der nächsten Fahrt Rabatt.

Von Kim Fischer

Am vergangenen Freitag konnten Ausflügler auf der "MS Seeshaupt" nicht nur die schöne Aussicht genießen, sondern sich auch impfen lassen. Das mobile Impfteam des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) war mit zwölf Ärzten und Helfern und einer Notärztin an Bord und hatte Impfstoff von Biontech, Moderna und Johnson & Johnson im Angebot.

"Die Stimmung bei uns im Team ist super", sagte Barbara Gülzow, Verwaltungsleiterin des landkreiseigenen Impfzentrums. Auf dem Schiff zu impfen sei eine außergewöhnliche Situation, gerade logistisch sei es ein großer Aufwand gewesen. Allein das Aufziehen des Impfstoffs sei durch das leichte Schwanken schwieriger und auch die Lagerung anfangs unklar gewesen. Doch habe man hierfür zusammen mit der Bayerischen Seenschifffahrt Lösungen gefunden. Die Zusammenarbeit habe sehr gut funktioniert, so Gülzow.

Das Ticket für die Bootstour musste zwar normal gekauft werden, dafür gab es aber einen Gutschein über 50 Prozent Preisnachlass für die nächste. Während der Fahrt am Morgen habe sich eine Handvoll Menschen impfen lassen, am Nachmittag sei der Andrang größer geworden. Bereits auf den ersten Kilometern bis Possenhofen seien etwa 15 Impfwillige an Bord gewesen.

Die 17-jährige Valerie Schmid aus Starnberg ließ sich während der zweiten Rundfahrt am Nachmittag ihre zweite Biontech-Spritze geben. "Die Idee kam von meinem Vater, wir dachten das könnte Spaß machen." Sie hätte sich vorher nur Sorgen gemacht, dass sie auf dem Schiff seekrank werden könne, meint die Schülerin. Viele ihrer Freunde seien schon geimpft, was für sie auch ein Anreiz gewesen sei. Außerdem müsse sie sich jetzt nicht mehr so oft testen lassen.

Es sei wichtig, dass sich noch mehr Menschen impfen lassen, sagte Schiffsärztin Katharina Petri aus Tutzing. Gerade weil die Delta-Variante besonders ansteckend sei. "Wir bringen den Impfstoff zu den Menschen", betonte Gülzow. Sogar mit dem Schiff.

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