Unwetter im FünfseenlandVollgelaufene Keller, kein Strom und ein abgerutschter Hang

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Ein Gewitter am Montagabend hat diesmal die Gemeinde Tutzing besonders schwer getroffen.
Ein Gewitter am Montagabend hat diesmal die Gemeinde Tutzing besonders schwer getroffen. (Foto: Ulrich Wagner/IMAGO)

Die meisten Einsätze hat am Montagabend die Tutzinger Feuerwehr. Rund 1000 Haushalte in Starnberg sind von Stromausfällen betroffen.

Von Christian Deussing, Starnberg

Wegen des Unwetters am Montagabend sind im Fünfseenland innerhalb kurzer Zeit erneut zahlreiche Keller vollgelaufen und einige Straßen überschwemmt worden. Am stärksten sei diesmal die Gemeinde Tutzing betroffen gewesen, berichtete die Starnberger Kreisbrandinspektion. Durch das Gewitter kam es von 20.15 Uhr an auch zu Stromausfällen in Starnberg, getroffen hat es rund tausend Haushalte. Die Stromversorgung sei um 0.48 Uhr wieder komplett hergestellt worden, teilte eine Sprecherin der Bayernwerk Netz GmbH mit. Zudem fielen im Stadtgebiet die Verkehrsampeln aus, laut Polizei hätten sich aber deswegen keine Unfälle ereignet.

In der Gemeinde Tutzing mussten zwischen 20.30 und 1 Uhr nachts insgesamt 45 Feuerwehrleute zu 27 Einsätzen ausrücken. In der Bahnunterführung Lindemannstraße blieb ein Auto in den Fluten stecken, die Insassen konnten sich aber selbst unverletzt befreien und einen Abschleppdienst rufen. Bedrohlicher sei ein unterspülter Hang unterhalb eines Bahndamms beim Oberanger im Ortsteil Unterzeismering gewesen, berichtete der Tutzinger Kommandant Christoph Knobloch. Überlaufende Schächte der Kanalisation hätten auch dazu geführt, dass die Hauptstraße in Höhe der Shell-Tankstelle und die Waldschmidtstraße in Tutzing gesperrt werden mussten.

Etliche Keller liefen auch in den Berger Ortsteilen Allmannshausen und Sibichhausen voll und mussten von Feuerwehrleuten ausgepumpt werden. An einem Seegrundstück in Assenhausen rutschte ein Hang ab, woraufhin der Schluchtweg in dem Bereich für Spaziergänger gesperrt wurde. Der Weg war erst vor einiger Zeit saniert worden. In der Osterfelderstraße in Aufhausen kollidierte ein Autofahrer mit einem weggespülten Gullydeckel, der den Wagen beschädigte.

Überdies stand das Gerätehaus der Bachhauser Feuerwehr, das sich am tiefsten Punkt des Kirchplatzes in Farchach befindet, etwa 15 Zentimeter unter Wasser. Das habe aber die Einsatzfähigkeit nicht eingeschränkt, betonte Kommandant Markus Doll. Die Mitglieder der Feuerwehr verhinderten rechtzeitig mit Pumpen und einem gelegten Bypass, dass Wasser aus dem übers Ufer getretenen Mörlbach in ein Haus eindringen konnte.

Insgesamt sei man bei diesem Gewitter mit dem starken Regen noch glimpflich davongekommen, berichteten die Kreisbrandinspektion und Starnberger Polizei. Zum Glück sei bei dem Unwetter auch niemand verletzt worden. Und dass die Beleuchtung der Lärmschutzgalerie an der Lindauer Autobahn (A96) zwischen Gilching und Oberpfaffenhofen für etwa eineinhalb Stunden ausfiel, hatte auch zu keinem Unfall geführt. In die Anlage entlang der Fahrbahn war nach Angaben der Autobahnpolizei gegen 21 Uhr wohl ein Blitz eingeschlagen. Techniker behoben den Schaden an der Galerie.

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