Brunnangerhalle in StarnbergWasser unter dem Hallenboden

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Die Stadt Starnberg muss noch viel Geld in die Brunnangerhalle investieren, denn das Gebäude ist stark sanierungsbedürftig.
Die Stadt Starnberg muss noch viel Geld in die Brunnangerhalle investieren, denn das Gebäude ist stark sanierungsbedürftig. (Foto: Franz Xaver Fuchs)

Der Schaden beim TSV Starnberg ist erheblich. Die Stadt stellt in einem ersten Schritt 120 000 Euro für die wichtigsten Reparaturen bereit. Doch das wird nicht reichen, denn das gesamte Gebäude ist sanierungsbedürftig.

Von Peter Haacke, Starnberg

Unter Sportlern gilt die Brunnangerhalle als gute Stube Starnbergs. Doch das Gemäuer, 1989 bei der offiziellen Eröffnung als „neue Attraktion“ der Stadt gefeiert, ist in die Jahre gekommen: Das gesamte Haus ist seit Jahren schon sanierungsbedürftig von der Tiefgarage bis zum Dach, die Haustechnik hoffnungslos veraltet. Die Heizungsanlage, die immer wieder mal ausfällt, stammt aus dem Jahr 1987, Ersatzteile sind rar. Sogar ein Abriss des Gebäudes stand schon zur Debatte. Und jetzt kommt noch ein Wasserschaden hinzu.

Durch den anhaltenden Starkregen Anfang Juni fand Wasser über die Kanalisation den Weg in die Dämmung des Hallenschwingbodens. Neben Schimmelgefahr droht nun ein Schaden an der hölzernen Unterkonstruktion. Vergeblich hatte man beim TSV 1880 Starnberg, Hausherr der Brunnangerhalle, wochenlang versucht, die Feuchtigkeit mit Bautrocknern herauszubekommen. Mindestens ein Drittel der Halle ist betroffen, womöglich aber auch mehr.

Darüber, dass dringend etwas getan werden muss, ist man sich im Stadtrat schon lange einig. Eine millionenschwere Generalsanierung des Hauses steht an, die allerdings nur schrittweise vollzogen werden kann. Ein Projektsteuerer soll sich demnächst um die Angelegenheit kümmern und eine sinnvolle Reihenfolge der erforderlichen Arbeiten festlegen. Aus zwei Gründen: Zum einen verfügt die Stadt als Eigentümerin des Gebäudekomplexes bei angespannter Haushaltslage nicht über die erforderlichen Mittel. Zum anderen soll der Sportbetrieb beim größten Verein Starnbergs möglichst lange weiterlaufen.

Der Bauausschuss entschied sich am Donnerstag für eine Minimallösung: Vorerst stellte das Gremium 120 000 Euro zur Verfügung, um zumindest die am stärksten betroffenen Bereiche zu trocknen und die durchnässte Dämmwolle zu entfernen. Sollte das nicht reichen, müsste im schlimmsten Fall der ganze Hallenboden geöffnet werden. Mit einer Gesamtsanierung wird derzeit nicht vor 2027 gerechnet. Für die Heizungsanlage, die nach Aussage von TSV-Geschäftsführer Benedikt Pohlus diesen Winter wohl noch halten wird, sind 60 000 Euro allein für Planungskosten vorgesehen. Wann die Arbeiten beginnen, ist derzeit unklar. Vereins- und Schulsportbetrieb aber gehen vorerst weiter.

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