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Starnberg:Stadtradeln steht auf der Kippe

Die Förderung durch das Bundesverkehrsministerium läuft aus. Jetzt suchen die Initiatoren nach anderen Geldgebern.

Petra Fröschl

Ende des Stadtradelns

Im Landkreis Starnberg sind sie heuer besonders eifrig mitgeradelt. Foto: Fuchs

(Foto: Franz Xaver Fuchs)

- Mit rund 60 000 Teilnehmern aus 167 Städten und Gemeinden in ganz Deutschland hat das Stadtradeln in diesem Jahr so große Resonanz gefunden wie noch nie. Im Landkreis Starnberg haben erstmals alle 14 Gemeinden mitgemacht und zusammen ein Rekordergebnis von insgesamt 516 128 Kilometern erzielt. Dabei waren 5030 Radfahrer in 258 Teams unterwegs. Doch die Kampagne, die in diesem Jahr zum fünften Mal von der Europäischen Geschäftsstelle des Klima-Bündnisses mit Sitz in Frankfurt organisiert wurde, steht wegen finanzieller Probleme nun auf der Kippe.

Laut Sprecher André Muno läuft die Förderung durch das Bundesverkehrsministerium heuer aus. "Wir sind momentan intensiv auf der Suche nach anderen Sponsoren und Finanzierungsmöglichkeiten", sagt Muno. Spätestens Anfang Februar wolle man bekannt geben, ob es eine Neuauflage gibt oder nicht, damit die Kommunen planen können. "Es wäre wirklich schade, wenn die Kampagne jetzt, da sie so einen großen Schub erfahren hat, eingestellt würde", sagt Muno. Das Klima-Bündnis setzt sich für den Klimaschutz und den Erhalt der Tropenwälder ein. Seine Mitglieder haben es sich zum Ziel gesetzt, den CO2-Ausstoß alle fünf Jahre um zehn Prozent zu senken und die Pro-Kopf-Emissionen bis spätestens 2030 im Vergleich zu 1990 zu halbieren

Die von den Teams im Landkreis Starnberg erradelten Kilometer entsprechen ungefähr 13 Umrundungen der Erde und einer Einsparung von etwa 75 000 Kilogramm Kohlendioxid. Mit mehr als 100 000 Kilometern standen die Gautinger an der Spitze, dicht gefolgt von Starnberg. Insgesamt strampelten am meisten Bürger in Gilching für den Klimaschutz, während Weßling die höchste Kilometerzahl pro Einwohner vorweisen kann. Die fleißigsten Teams wurden bei einer Feier im August ausgezeichnet.

© SZ vom 26.10.2012
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