Die Stadt Starnberg wird für die freien Träger der Kinderbetreuungseinrichtungen einen Teil der Großraumzulage sowie der Corona-Sonderzahlung übernehmen. Dies hat der Haupt- und Finanzausschuss beschlossen. Für die pädagogischen Mitarbeiter der Stadt werden bereits Zulagen gewährt. Freie Träger wie Lebenshilfe, Waldkindergarten oder Fortschritt können sich das nicht leisten. Sie befürchten deshalb Nachteile bei der Suche nach Mitarbeitern und haben die Stadt um Unterstützung gebeten. Darüber hinaus müssten sie die Mehrkosten auf die Elternbeiträge umlegen. Dies könnte zur Folge haben, dass Eltern zu städtischen Einrichtungen wechseln. Die Stadt ist jedoch auf die freien Träger angewiesen, da sie nicht genügend eigene Betreuungsplätze zur Verfügung stellen kann. Um die Großraumzulage für die 125 Voll- und Teilzeitstellen bei den freien Trägern zu finanzieren, müsste die Stadt knapp 400 000 Euro aufbringen. Die Übernahme der einmaligen Corona-Sonderzahlung wurde mit 63 630 Euro veranschlagt. Sowohl der Antrag von Eva Pfister (BMS) auf eine 100-prozentige Übernahme, als auch der Vorstoß von Tim Weidner (SPD), einen Zuschuss von 90 Prozent zu gewähren, wurden abgelehnt. Mit Blick auf die angespannte Haushaltslage einigte man sich schließlich auf eine Kostenübernahme von 50 Prozent. Die Entscheidung soll in einem Jahr überprüft werden.