Ein Wohnhaus in Malis Hauptstadt Bamako, die Sängerin Melé und ihr arbeitsloser Mann Chaka leben hier. Im Hof des Anwesens geht Erstaunliches vonstatten: Ein selbsternanntes Gericht tagt und macht der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds den Prozess. Und während Ankläger, Zeugen und Verteidiger auftreten, geht das Leben von Chaka, Melé und den anderen Bewohnern weiter. Ganz so, als wäre da gar keine Verhandlung, die sich immerhin um die Armut in Afrika dreht und die Frage, ob zwei Institutionen, die ausgleichend wirken sollten, das Elend vergrößern. Abderrahmane Sissakos Tragikomödie "Bamako" aus dem Jahr 2006 ist von Kritikern als "gewitztes Lehrstück" gepriesen worden. In der Reihe "Afrika im Aufbruch", die das SPD-Kulturforum initiiert hat, läuft der Film am Sonntag, 12. Januar, im Kino Starnberg. Die Vorstellung beginnt um 11 Uhr.