EnergiewendeWelches Dach für Solaranlagen geeignet ist

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PV-Anlagen zur Stromerzeugung werden immer beliebter.
PV-Anlagen zur Stromerzeugung werden immer beliebter.
Bernd Weißbrod/dpa

Hausbesitzer im Landkreis Starnberg können über ein kostenloses Online-Tool prüfen, welche Flächen das beste Solarpotenzial haben.

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Das Starnberger Landratsamt bietet im Zeichen der aktuellen Energiekrise einen neuen Service an: Mit dem „Solarpotenzialkataster“ können Hausbesitzer auf einfache Weise abschätzen, wie viel Sonne übers Jahr auf das eigene Dach scheint und welche Flächen das beste Solarpotenzial haben. Ein Planungs- und Wirtschaftlichkeitsrechner soll zudem bei der sinnvollen Auslegung der eigenen Photovoltaik- oder Solarthermieanlage helfen. „Die Errichtung einer Solaranlage ist häufig mit finanziellen Fragestellungen verbunden“, erklärt Landrat Stefan Frey in einer Pressemeldung. „Aber der Erstcheck kostet nichts und ist ein erster Schritt, sich diesem Thema anzunähern.“ Das Online-Tool steht kostenlos unter www.lk-starnberg.de/solarkataster zur Verfügung.

Angesichts explodierender Energiekosten und unsicherer Versorgungsaussichten dächten viele Landkreisbürger darüber nach, sich mit einer eigenen Solaranlage ein Stück unabhängiger zu machen, heißt es in der Pressemeldung. Oft stelle sich dabei die Frage, ob das Dach wirklich geeignet sei, etwa wenn die Ausrichtung nicht ideal erscheine und Bäume oder Nachbargebäude zeitweise die Dachfläche beschatteten. „Hier bietet das Solarkataster des Landratsamtes mit aktueller Online-Globalstrahlungskarte eine wertvolle Entscheidungshilfe.“ Die Skala reicht von rot (höchste Einstrahlung) bis blau (geringe Einstrahlung) und berücksichtigt auch mögliche Verschattungen.

„Die Strahlungskarte zeigt, dass im Grunde auf den meisten Dachflächen genügend Sonne vorhanden ist“, erklärt Herbert Schwarz, Umweltberater des Landratsamtes. Auch bei nur mittlerer Einstrahlung oder teilweiser Verschattung ließen sich Solaranlagen inzwischen dank günstiger Modulpreise und verbesserter Technik rentabel betreiben. „Und fast noch wichtiger: Sie wirken als Energiepreisbremse und sorgen für mehr Autarkie.“

Wer dies konkret für sein eigenes Dach durchrechnen möchte, kann das Solarkataster mit den Planungs- und Wirtschaftlichkeitsrechnern für Photovoltaik oder Solarthermie nutzen. Damit ist eine erste Einschätzung von möglicher Modul- oder Kollektorfläche, Energieerträgen, Kosten und Einsparpotenzialen möglich. Berücksichtigen lassen sich dabei auch verschiedene Optionen wie Stromspeicher, Wärmepumpe oder Elektroauto. Zur ersten Veranschaulichung lassen sich die Solarmodule auch virtuell auf dem eigenen Dach platzieren.

Weitere Informationen zum Thema Solarenergie gibt es unter www.lk-starnberg.de/solar oder telefonisch bei der Stabsstelle Energie und Klimaschutz unter 08151/148 77 442.

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