Am Starnberger SeeÖlunfall auf dem Gelände der Seenschifffahrt

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Auf dem Gelände der Bayerischen Seenschifffahrt in Starnberg sind Betriebsstoffe ausgelaufen und in den See gelangt.
Auf dem Gelände der Bayerischen Seenschifffahrt in Starnberg sind Betriebsstoffe ausgelaufen und in den See gelangt. (Foto: DLRG Pöcking-Starnberg)

Dieselkraftstoff fließt über den Georgenbach bis in den Starnberger See. Ein Umweltschaden soll dabei nicht entstanden sein.

Von Christian Deussing, Starnberg

Ein rund 200 Quadratmeter großer Ölteppich an der Einmündung des Georgenbachs in den Starnberger See hat am Dienstagmorgen in Starnberg einen Einsatz von etwa 70 Feuerwehrleuten aus der Region und auch von Helfern der DLRG Pöcking-Starnberg ausgelöst. Eingesetzt wurden zudem zwei Drohnen, um den Überblick zu behalten. Den ausgelaufenen Dieselkraftstoff hatten Mitarbeiter der Bayerischen Seenschifffahrt auf dem Betriebsgelände gemeldet. Die Einsatzkräfte legten am Einlauf des Bachs unter anderem eine Tauchwand und eine Ölsperre an und brachten Ölbindewürfel im Gewässer aus. „Die Verunreinigung konnte damit zuverlässig zurückgehalten werden“, erklärte am Donnerstag Marcus Weisbecker, Prokurist der Bayerischen Seenschifffahrt.

Nach dessen Auskunft sei der aufschwimmende Diesel aus dem Betriebsgelände der Werft Starnberg oberflächig über einen Absetzungsschacht in den Niederschlagswasserkanal gelangt. Es könne zum jetzigen Zeitpunkt ausgeschlossen werden, dass die Verunreinigung aus der Dieseltankanlage der Bayerischen Seenschifffahrt GmbH oder aus den Dieseltanks der Fahrgastschiffe stamme. Vielmehr müsse der synthetische Dieselkraftstoff (GTL), der das Ökosystem weniger belaste als Diesel, im Zuge der Oberflächenentwässerung in den Regenwasserkanal eingedrungen sein, erläuterte Weisbecker.

Die Rohroberkante des Kanals habe wegen des sehr hohen Pegelstands des Starnberger Sees in diesem Sommer unter dem Bachwasserspiegel gelegen. Erst mit fallendem Seewasserspiegel habe der Diesel in den Georgenbach fließen können. Spuren auf der Asphaltdecke deuteten darauf hin, dass es sich um ein vergangenes Schadensereignis handeln könnte, was durch den gesunkenen Seewasserspiegel sichtbar geworden sei, so der Prokurist.

Die Ermittlungen zu dem Fall dauern noch an. Nach Einschätzung des zuständigen Wasserwirtschaftsamtes sei aber eine „Gefahr für die aquatische Umwelt nicht zu befürchten“. Das bestätigte auch die Starnberger Polizei. Es sei überdies kein Fischsterben zu beobachten. Eine Fachfirma ist derzeit damit beschäftigt, die Verunreinigungen gründlich zu beseitigen.

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