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Starnberg:Schritt für Schritt zu weniger Verkehr

Über die Verkehrsberuhigung in Starnberg wird seit Jahrzehnten gestritten. Doch es geht auch anders: In einer ruhigen Debatte hat sich der Stadtrat am Montag auf Maßnahmen geeinigt, die nach und nach umgesetzt werden sollen. Das Ziel: Starnberg will die Straßen im Zentrum entlasten und den Verkehr in Richtung Hauptstraße leiten. Damit die Blechschlange erst gar nicht in die Stadt kommt, wird die Vorfahrt an der Kreuzung Possenhofener-/Bahnhofstraße geändert, so dass die Autos über den Seufzerberg zur Hauptstraße gelenkt werden. Auch wenn Ludwig Jägerhuber (CSU) an der Engstelle ein Chaos durch Rückstau befürchtete, soll die neue Vorfahrtsregelung umgesetzt werden. Für weitere Vorschläge, etwa die Umgestaltung der Hauptstraße von der Münchener- bis zur Weilheimer Straße mit begrenzter Fahrbahnbreite und zusätzlichen Querungen, soll ein Konzept erarbeitet werden.

Bei vielen Bürgern umstritten ist die provisorische Fußwegverbreiterung im Kreuzungsbereich Josef-Jägerhuber- und Leutstettener-Straße. Einen Rückbau hatte der Bauausschuss wegen zu hoher Kosten abgelehnt. Der Stadtrat entschied sich nun für einen Mittelweg. Um die "Akzeptanz der Maßnahme zu steigern", so Bürgermeister Patrick Janik, soll der Bereich abgeschwächt und teilweise zurückgebaut werden. Die Kosten halten sich mit etwa 2500 Euro in Grenzen. Die Verkehrsregelungen zwischen Hanfelder Straße und Bahnhof Nord mit Tempo-30- und Anlieger-frei -Zone haben sich bewährt und bleiben bestehen.

© SZ vom 28.10.2020 / SBH

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