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Starnberg:Regatta fällt ins Wasser

Bayerische Jugendwoche der Segler

Die Meistertitel im Segeln werden dieses Jahr nicht vergeben: Die "Bayerische Jugendwoche" ist gestrichen.

(Foto: Franz Xaver Fuchs)

Bayerischer Seglerverband sagt Titelkämpfe für Jugendliche ab

Bayern lebt wieder auf, doch der Segelsport verharrt in Corona-Starre: Große Hoffnungen hegten die Verantwortlichen des Bayerischen Seglerverbands (BSV), nach dem pandemiebedingten Lockdown im Frühjahr wenigstens in der zweiten Hälfte der Saison ein paar reguläre Wettfahrten und offizielle Meisterschaften veranstalten zu können. Doch danach sieht es weiterhin nur sehr eingeschränkt aus: Obwohl sich die meisten Vereine und segelnden Mitglieder vorbildlich an die geltenden Hygiene- und Kontaktregeln hielten und teilweise auch Regatten unter strengen Vorschriften stattfanden, hat der Verband die Bayerische Jugend- und Jüngstenmeisterschaften im Segeln, die traditionell Ende August auf dem Starnberger See stattfinden, abgesagt. "Die Corona-Pandemie lässt leider die Durchführung dieses wichtigen Segelereignisses in diesem Jahr nicht zu", heißt es in einem Schreiben des BSV an seine Mitgliedervereine.

In einer gemeinsamen Erklärung, die den bayerischen Segelclubs per E-Mail zugeschickt wurde, bedauern Dachverband sowie Bayerischer Yacht-Club, Münchner Yacht-Club und Segel-Club Würmsee als lokale Ausrichter die Absage. "Die Vereine hatten zusammen mit dem Verband bereits umfangreiche Vorbereitungen in die Wege geleitet", heißt es in dem Schreiben. Allerdings sind sich die Funktionäre auch darüber im Klaren, dass die Bayerische Jugendwoche "neben den Regatten auf dem Wasser auch vom gegenseitigen Austausch, dem Kennenlernen und freundschaftlichen Miteinander" lebt.

Unter diesen Vorzeichen schien den Verantwortlichen der Meisterschaften das Risiko einer Ansteckung mit dem Corona-Virus jedoch zu hoch. Zwar verfügen die drei ausrichtenden Vereine am Starnberger See über großzügige Gelände und Gebäude und haben zudem sämtlich die Hygienevorschriften umgesetzt. "Dennoch soll keinerlei Gelegenheit gegeben werden, die Ausbreitung des Virus zu befördern", heißt es im Schreiben des Seglerverbands. Abgesehen von der Unterbringung der Kinder hätten sich insbesondere bei Regenwetter enorme Probleme ergeben, die Hygienevorschriften einzuhalten. Betroffen von der Absage der Regatta, die am Ende der Schulferien vom 26. bis 29. August hätte stattfinden sollen, sind rund 200 Aktive, die in den Bootsklassen 420er, 29er und Optimist um die Titel segeln. Ob die Meisterschaften noch in anderer Form ausgetragen werden können, ist derzeit offen.

© SZ vom 13.08.2020 / phaa

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