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Starnberg:Polizei kassiert Führerscheine ein

Auto- und Zweiradfahrer erwarten Anzeigen wegen Trunkenheit

Fahren unter Alkoholeinfluss ist kein Kavaliersdelikt. Eine Reihe von Kraftfahrern im Fünfseenland, sowohl Auto- als auch Zweiradfahrer, ignorierte dies am vergangenen Wochenende - mit unterschiedlichen Folgen, aber einheitlichen Konsequenzen: Die Fahrer erwarten Anzeigen wegen Trunkenheit im Verkehr.

So fiel eine 73-Jährige in Gilching zunächst dadurch auf, dass sie am Freitagnachmittag in Schlangenlinien auf der Landsberger Straße unterwegs war. Kurz vor der Einmündung zur Römerstraße endete die Fahrt abrupt: Die Frau gab Gas und fuhr auf den an einer Ampel haltenden Wagen eines 43-jährigen Gilchingers auf, beide Fahrzeuge verkeilten sich ineinander. Der Mann wurde bei dem Unfall leicht verletzt, die Verursacherin blieb augenscheinlich unverletzt. Dennoch wurden beide Beteiligte zur medizinischen Versorgung ins Krankenhaus gebracht. Ein Atemalkoholtest bei der Frau ergab einen Wert von 1,74 Promille, es folgte daher eine Blutentnahme. An den Fahrzeugen entstand nach erster Schätzung der Polizei Sachschaden in Höhe von etwa 9000 Euro.

Durch unsichere Fahrweise fiel am Freitag gegen 23.30 Uhr auch in Dießen eine "Schlangenlinienfahrerin" auf. Ein Streifenwagen stoppte die junge Frau, die jedoch trotz Alkoholgeruchs einen Atemtest verweigerte. Daraufhin wurde eine Blutentnahme angeordnet. Die Weiterfahrt wurde unterbunden, Fahrzeugschlüssel sowie Führerschein wurden sichergestellt. Ähnlich erging es am Samstag einer 63-Jährigen aus Schondorf, die mit 1,34 Promille unterwegs war. Bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle in Greifenberg zogen Polizisten sie aus dem Verkehr.

"Don't drink and drive" gilt auch für Zweiräder. Ein 20-jähriger Rollerfahrer ignorierte dies am frühen Sonntagmorgen, Polizeibeamte stoppten ihn gegen 1.20 Uhr: Alkoholgeruch, "eine stark verwaschene Aussprache", so die Polizei, und ein Atemalkoholwert von knapp 1,2 Promille bestätigten den Verdacht der Beamten. Ebenfalls mit dem Roller unterwegs war am Samstag gegen 3.15 Uhr ein 29-jähriger Münchner, der auf der A 95 alleinbeteiligt stürzte und sich dabei Schürfwunden zuzog. Die Polizei stellte eine Atemalkoholkonzentration von 1,74 Promille fest.

Auch Radfahrer sind betroffen: In der Nacht von Freitag auf Samstag wollte ein 42-Jähriger Starnberger vom Bahnhofplatz in die Maximilianstraße einbiegen. Dort kam ihm jedoch ein 51-jähriger Starnberger entgegen, ein Zusammenstoß war unausweichlich. Beide waren alkoholisiert, wobei der Alkoholwert des 42-jährigen den Grenzwert überschritten hatte, um ein Fahrrad führen zu dürfen. Den Mann erwartet ein Strafverfahren.

© SZ vom 21.06.2021 / phaa
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