Polizei Senioren werden Opfer von Trickbetrügern

Die Polizei weist darauf hin, dass echte Beamte nie Wertsachen für Ermittlungen einfordern.
Die Polizei weist darauf hin, dass echte Beamte nie Wertsachen für Ermittlungen einfordern. (Foto: dpa)

Von Linus Freymark, Starnberg/Tutzing

Im Fünfseenland sind erneut zwei Personen Opfer von Trickbetrügern geworden. Am vergangenen Montag überredeten die Täter einen 87-Jährigen aus Weilheim, Schmuck und Bargeld in Starnberg zu übergeben. Der Senior traf sich mit dem Abholer beim Amtsgericht in der Otto-Gaßner-Straße und übergab ihm die Wertsachen.

Zum selben Ort bestellten Betrüger am Tag darauf eine 76-jährige Tutzingerin. Per Telefon hatten die Täter die Seniorin aufgefordert, Gold im Wert eines mittleren fünfstelligen Betrages mitzubringen und am Abholort einem angeblichen Polizisten zu übergeben.

Die Masche der Anrufer ist immer gleich: Sie geben sich am Telefon als Polizisten aus und behaupten, ein naher Angehöriger der Angerufenen habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Hierbei sei eine Person zu Schaden gekommen. Oft wird das Gespräch auch noch an vermeintlich weitere Amtsträger, wie beispielsweise Staatsanwälte, übergeben. Dies soll den Wahrheitsgehalt der Geschichte untermauern und bei den Opfern zusätzlich Druck aufbauen. Den Angerufenen wird erzählt, dass durch die Zahlung einer hohen Kautionssumme eine Haftstrafe abgewendet werden könne.

Die Polizei rät, bei seltsamen Anrufen aufzulegen. Zudem weist die Behörde darauf hin, dass echte Polizisten nie unter der Rufnummer 110 anrufen. Zudem sollte immer Kontakt zu den angeblich Betroffenen aufgenommen werden, bevor man Wertsachen an vermeintliche Beamte aushändigt. Denn die echte Polizei fordert nie Schmuck oder Bargeld ein, um Ermittlungen durchzuführen.

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