Zum Tod von Papst Benedikt XVI.:"Er war kein Panzerkardinal"

Lesezeit: 3 min

Auch nach seinem Tod hält der Starnberger Pfarrer Tamás Czopf, 56, die schützende Hand über seinen ehemaligen Wegbegleiter. Die beiden haben sich Anfang der Neunziger kennengelernt. (Foto: Georgine Treybal)

Der Starnberger Pfarrer Tamás Czopf hat Joseph Ratzinger persönlich gekannt. Er ist sogar von ihm zum Priester geweiht worden. Die Kritik am emeritierten und nun gestorbenen Papst ist für ihn schwer nachvollziehbar.

Von Tim Graser, Starnberg

"Emeritierter Papst" lautete der Titel, den Papst Benedikt XVI. neun Jahre lang trug. An Silvester ist der Mann, der das höchste Amt der katholischen Kirche als zweiter Mann in der Geschichte frühzeitig niederlegte, im Alter von 95 Jahren gestorben. "Allein seine Anwesenheit hat einem Sicherheit gegeben. Rom wird nun ein bisschen ärmer", sagt Tamás Czopf. Der Starnberger Pfarrer kannte den emeritierten Papst persönlich und hält bis heute viel von ihm - trotz dessen vielkritisiertem Umgang mit Missbrauchsfällen und seinem Ruf als Galionsfigur der Konservativen. "Er war nie konservativ", sagt Czopf.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusZum Tod von Papst Benedikt XVI.
:Ein Mensch

Joseph Ratzinger hat Kirchengeschichte geschrieben, allein schon durch seinen Rücktritt als Papst Benedikt XVI. Nachruf auf einen Weltdenker, den immer wieder auch die Weltangst gepackt hat.

Von Matthias Drobinski

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: