Wenn man zum neunten Mal vom legendären Gourmetführer Michelin mit einem Stern bedacht wird, könnte man fast schon von Tradition oder Routine sprechen - zumindest in Laienkreisen. In den Führungsriegen der so ausgezeichneten Restaurants sieht das jedoch anders aus: Schon Tage, bevor Deutschlands Top-Adressen in Sachen Kulinarik verkündet werden, liegen die Nerven meistens blank. Im Starnberger Gourmetrestaurant "Aubergine" ist das nicht anders: " Ja, da ist man schon aufgeregt", verrät Küchendirektor Maximilian Moser. Die Aufregung dürfte nun einer Jubelstimmung gewichen sein. Denn seit Dienstagabend, 4. April, steht fest, dass sich das seit zehn Jahren bestehende "Aubergine" erneut mit einem Michelin-Stern schmücken darf - wegen seiner "Küche voller Finesse" sei das Lokal "einen Stopp wert", begründeten die Tester ihr Urteil.

"Ich bin extrem stolz, dass uns dieses Kunststück erneut gelungen ist - eine absolute Teamleistung", sagt der 37 Jahre alte Moser, der die Auszeichnung zum ersten Mal mit 28 Jahren errungen hat und schon damals stets darauf bedacht war, die Leistung seiner ganzen Küchenbrigade in den Vordergrund zu stellen. Das "Aubergine" ist das einzige Sternelokal im Fünfseenland. Es ist aber nicht das einzige Restaurant, das von den strengen Testern des Führers gewürdigt wird. So empfiehlt die Gastrobibel Feinschmeckern zudem noch das "Forsthaus Ilkahöhe" in Tutzing, das "Chalet im Kiental" in Herrsching, sowie den "Bernhardhof" in Andechs. Am Westufer des Ammersees fanden die Tester das "Seehaus" in Dießen-Riederau erwähnenswert.

