Kriminalstatistik für StarnbergTelefonbetrüger beschäftigen Polizei

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Bei einem Schusswechsel in einer Tiefgarage in Starnberg wurde im April 2025 ein 33-Jähriger schwer verletzt, Die Polizei nahm wenig später zwei Tatverdächtige fest und stellte große Mengen Kokain und eine Schusswaffe bei ihnen sicher.
Bei einem Schusswechsel in einer Tiefgarage in Starnberg wurde im April 2025 ein 33-Jähriger schwer verletzt, Die Polizei nahm wenig später zwei Tatverdächtige fest und stellte große Mengen Kokain und eine Schusswaffe bei ihnen sicher. Nila Thiel
  • Im Landkreis Starnberg wurden 2025 mit 4057 Fällen um 0,7 Prozent mehr Straftaten registriert als 2024, die Aufklärungsquote liegt bei 60,2 Prozent.
  • Telefonbetrugsdelikte mit Schockanrufen und Enkeltrick gegen ältere Menschen sind im vergangenen Jahr noch einmal deutlich mehr geworden.
  • Die Häufigkeitszahl liegt im Landkreis Starnberg mit 2897 Straftaten pro 100 000 Einwohner deutlich unter dem bayerischen Durchschnitt.
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Die Kriminalitätsstatistik zeigt, dass die Sicherheit im Fünfseenland hoch ist. Allerdings fällt die Aufklärungsquote geringer aus als im Landesdurchschnitt.

Von Florian Tempel, Starnberg

Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord hat seine „Sicherheitsbilanz 2025“ veröffentlicht, die Daten zu Straftaten und polizeilicher Arbeit zusammenfasst. Der Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums erstreckte sich auf zehn Landkreise und die Stadt Ingolstadt, umfasst somit ein Gebiet, in dem 1,6 Millionen Menschen leben. Im vergangenen Jahr wurden in der Kriminalstatistik knapp 60 000 Straftaten erfasst, wobei Verkehrs- und Staatsschutzdelikte nicht mitgezählt wurden. Im Vergleich zum Vorjahr ging die registrierte Kriminalität um 2,5 Prozent zurück.

Auch im Zehn-Jahres-Vergleich ist die Zahl der Straftaten zurückgegangen. Gleichzeitig hat sich die Aufklärungsquote stetig verbessert und lag 2025 bei 70,7 Prozent. Auch die sogenannte Häufigkeitszahl hat sich positiv entwickelt und ist auf  3726 Straftaten pro 100 000 Einwohner gesunken. Das sind deutlich weniger als die über ganz Bayern errechneten 4371 Fälle pro 100 000 Einwohner.

Die Zahlen für den Landkreis Starnberg fallen jedoch nicht ganz so gut aus. Im Bereich der drei Polizeiinspektionen Starnberg, Gauting und Herrsching wurden mit 4057 Fällen im vergangenen Jahr um 0,7 Prozent mehr Straftaten registriert als 2024. Auch die Aufklärungsquote ist mit 60,2 Prozent erkennbar geringer als die im Gesamtgebiet des Polizeipräsidiums. Die Häufigkeitszahl der Straftaten liegt im Landkreis Starnberg jedoch mit 2897 pro 100 000 Einwohner deutlich unter dem bayerischen Durchschnitt. Das heißt, die Belastung mit Kriminalität ist nach wie vor vergleichsweise gering.

2025 gab es im Bereich Oberbayern-Nord 37 Straftaten gegen das Leben – ein historischer Tiefstand bei Mord und Totschlag –, die zudem alle aufgeklärt werden konnten. Die Zahl der Gewalt- und Rohheitsdelikte ist ebenfalls gesunken. 2880 Straftaten im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt sind zwar ebenfalls weniger als in den beiden Vorjahren, aber nach wie vor sehr viele, heißt es.

Telefonbetrugsdelikte nehmen zu

Schockanrufe per Telefon, bei denen Betrüger mit dem bekannten Enkeltrick, als angebliche Polizeibeamte, Ärzte oder Bankmitarbeiter vor allem ältere Leute um Geld und Wertsachen bringen, sind im vergangenen Jahr noch einmal deutlich mehr geworden. Der Telefonbetrug stehe „weiterhin im polizeilichen Fokus“, heißt es, denn „der Anstieg der Fallzahlen in diesem Bereich setzt sich als Negativtrend auch schon im Jahr 2026 fort“.

Insgesamt wurden im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord 34 532 verschiedene Tatverdächtige ermittelt. Drei Viertel von ihnen waren Männer, ein Viertel Frauen. 15 149 Personen wurden Opfer von Straftaten, hierzu gehören vor allem Delikte gegen Leben, körperliche Unversehrtheit, Freiheit und sexuelle Selbstbestimmung. Dazu kommen 28 034 Geschädigte von Diebstahl, Vermögensdelikten oder sonstigen Straftaten.

Unter den Tatverdächtigen – ohne Verstöße gegen das Aufenthalts- und Asylgesetz – waren 12 335 Nichtdeutsche. Ihr Anteil betrug somit 44,3 Prozent. Mit 32,3 Prozent war im vergangenen Jahr fast ein Drittel der Opfer ebenfalls ohne deutsche Staatsangehörigkeit.  Die Zahl der jungen Straftäter bis 21 Jahren ist, wie schon seit Jahren zu beobachten, weiterhin rückläufig.

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