Die Auswirkungen von Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg machen es dem Landkreis Starnberg so schwierig wie schon lange nicht, finanziell über die Runden zu kommen. Große Vorhaben wie der Bau einer Fachhochschule in Starnberg, die Sanierung des Gymnasiums in Tutzing und der Bau eines Krankenhauses in Herrsching werden verschoben. Nach langen Vorberatungen in den vergangenen Wochen steht das umfangreiche Zahlenwerk nun zur Entscheidung, am kommenden Montag soll der Kreistag darüber abstimmen. Doch nun schlagen die Grünen einige Änderungen vor. Ihr Ziel: Kürzungen im Bereich der Jugendarbeit sollen zurückgenommen und die Gemeinden entlastet werden.
In 14 Punkten listen die Grünen detailliert auf, wo ihrer Ansicht nach Ausgaben und Einnahmen umgeschichtet werden könnten. Demnach ergäbe sich in Summe ein finanzieller Spielraum in einer Größenordnung von 1,5 Millionen Euro. Auf diese Weise könnte die Kreisumlage etwas reduziert werden, was die Gemeinden entlasten würde. Gleichzeitig könnten Aufgaben im Bereich Familien, Kinder und Jugend besser ausgestattet werden als derzeit vorgesehen. Der Kreisausschuss soll sich diesen Donnerstag mit den Vorschlägen befassen.
Allerdings hatte sich Grünen-Sprecher Bernd Pfitzner schon mit der Ankündigung des Antrags in öffentlicher Sitzung des Haushaltsausschusses im November den Unmut von Landrat Stefan Frey (CSU) und Vertretern anderer Fraktionen zugezogen. Nach vier sehr intensiven und zeitaufwendigen Besprechungen in Ausschüssen komme der Vorschlag für Änderungen reichlich spät, hieß es.