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Starnberg:Landkreis investiert Millionen in die Kliniken

Starnberg bekommt eine neue Intensivstation und ein Parkdeck. Erstmals taucht in der Planung auch der Bau eines Krankenhauses im Westen des Landkreises auf.

Eine neue Intensivstation, ein neues Parkdeck, ein neues Verwaltungsgebäude mit Tiefgarage: In den nächsten Jahren sind beim Krankenhaus in Starnberg Bauvorhaben mit einem Gesamtvolumen von mehr als 60 Millionen Euro geplant. Darüber hat der Klinik-Geschäftsführer Thomas Weiler am Dienstag den Kreisausschuss informiert. Er rechnet mit Zuschüssen des Freistaats und einen Teil der Ausgaben wird die Klinik-Holding übernehmen, aber auch auf den Landkreis kommen hohe Ausgaben zu.

Das neue Parkdeck soll Platz für 300 Autos bieten, kündigte Weiler an. Ein bisher genutztes Parkdeck mit insgesamt 140 Plätzen sei durch Streusalz so stark beschädigt, dass es teilweise schon gesperrt ist. Ende des Jahres müsse es ganz geschlossen werden.

Den Bau einer neuen Intensivstation beschrieb Weiler als dringend notwendig. Die bisher genutzten Räume seien schon mehr als 30 Jahre alt. Das sei "gebäudetechnisch grenzwertig". Wegen des Baus hatte es lange und offenbar auch schwierige Verhandlungen mit der Stadt gegeben, bis ein Kompromiss wegen der Situierung gefunden werden konnte. Die jetzt gefundene Lösung sieht vor, dass ein Teil einer Baumgruppe mit Eichen geopfert werden muss.

In der Finanzplanung der Klinik-Holding taucht auch die Zusammenlegung der Klinik in Seefeld und der Schindlbeck-Klinik in Herrsching auf. Erstmals ist von einem Neubau eines Krankenhauses im westlichen Landkreis die Rede, dafür ist bereits ein Betrag in Höhe von 80 Millionen Euro vorgesehen.

Für den im Juni beschlossenen Kauf der Schindlbeck-Klinik muss der Landkreis einen Nachtragshaushalt aufstellen. Zudem wird der Schuldenstand des Kreises von derzeit Null auf mehr als 40 Millionen Euro ansteigen. Auch aus den Rücklagen soll Geld entnommen werden: zehn Millionen Euro.

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