In Zeiten der Klimaerwärmung braucht Starnberg mehr Bäume, um die Stadt kühl zu halten. Denn die vielen Beton-, Glas- und Metalloberflächen speichern die Wärme bei sommerlichen Temperaturen, auch weil versiegelte Oberflächen die Verdunstung des Wassers verhindern. Deshalb braucht die Stadt mehr großkronige Bäume, die mit ihrem Blätterdach die Oberflächen beschatten, einen Teil des Sonnenlichtes reflektieren und durch zusätzliche Verdunstung von Wasser zur Abkühlung beitragen.
Das hat die Stadt erkannt und möchte mehr Bäume pflanzen. Allerdings gehe dies wegen der angespannten Haushaltslage der Stadt und wegen Personalengpässen beim Betriebshof nicht so schnell voran, wie es erforderlich wäre, heißt es in einer Nachricht aus der Stadtverwaltung.
Zumal das Pflanzen großer Bäume mit beachtlichem finanziellem Aufwand verbunden sei, da auch die Standortbedingungen in der Stadt meist ungünstig seien und der Boden daher sehr gut vorbereitet werden müsse. Die Kosten für die Bodenvorbereitung und das Pflanzen im Stadtgebiet liegen daher zwischen 1000 und 3000 Euro pro Baum. Hinzu kommen noch die Preise für die Bäume selbst in Höhe von 750 bis 1000 Euro, da die Hölzer eine gewisse Mindestgröße erreicht haben müssen.
Wer einen Beitrag zur Pflanzaktion leisten will, kann sich mit dem Stichwort „Bäume für die Stadt Starnberg“ an den Starnberger Ortsverband des Bunds Naturschutz wenden. Dazu eingehende Spenden würden ausschließlich für den Kauf von Bäumen verwendet, die jeweils im Frühjahr oder im Herbst bestellt und gepflanzt werden, versprechen die Naturschützer.

